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Gestörter Salz- und Wasserhaushalt
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Wer nur wenig trinken darf

Beim Syndrom der inadäquaten ADH-Sekretion (SIADH) produziert der Organismus zu viel des antidiuretischen Hormons ADH (Vasopressin). Das führt dazu, dass der Körper Wasser zurückhält und deshalb der Natriumspiegel gefährlich sinkt (Hyponatriämie).
AutorKontaktIsabel Weinert
Datum 30.07.2026  14:00 Uhr

Dass etwas mit dem Wasser- und Natriumhaushalt nicht stimmt, bemerken nicht alle davon betroffenen Menschen. So zeigt sich der Natriummangel durch die Wasserverdünnung in leichten Fällen etwa nur in Müdigkeit. Erst bei mäßigem Mangel nehmen die Beschwerden zu und äußern sich in Übelkeit, Erbrechen, Appetitlosigkeit und Kopfschmerzen. Schreitet der Natriummangel durch die Verdünnung voran, kann das Verwirrtheit, Muskelschwäche, Krampfanfälle und Bewusstlosigkeit bis hin zum Koma hervorrufen.

Verschiedene Krankheiten, aber auch manches Medikament können die ADH-Produktion und damit die Wasserretention im Körper antreiben. Zum einen sind es bösartige Tumoren, allen voran das kleinzellige Bronchialkarzinom. Aber auch eine Lungenentzündung kann SIADH verursachen. Daneben können Erkrankungen des Gehirns SIADH auslösen. Zu den Medikamenten, die die Produktion des antidiuretischen Hormons ankurbeln können, gehören Serotonin-Wiederaufnahmehemmer (SSRI), das Antiepileptikum Carbamazepin und nicht steroidale Antirheumatika (NSAR).

Menschen mit SIADH müssen ihre Trinkmenge mit dem behandelnden Arzt absprechen, weil jedes zusätzliche Glas Wasser das Blut noch mehr verdünnen und die Natriumkonzentration noch stärker senken würde. Selbst bei großer Hitze dürfen sie nicht einfach drauflos trinken.

Sie sind nicht die einzige Patientengruppe, die mit dem Durststillen Maß halten muss. Wer eine eine Herzinsuffizienz hat, muss ebenfalls aufpassen, weil sich Flüssigkeit im Körper und in der Lunge stauen kann. Auch bei Niereninsuffizienz und fortgeschrittener Leberzirrhose müssen Betroffene selbst bei großer Hitze ihre Trinkmenge genau mit den behandelnden Ärzten abstimmen.

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