| Isabel Weinert |
| 09.02.2026 12:00 Uhr |
Nicht zu unterschätzen sind Infektionen von Haut- und Weichteilen wie Wundinfektionen, (Zahn-)Abszesse und infizierte Druckgeschwüre. Auch »Ersatzteile« im Körper bergen Infektionsgefahr und infolge ein septisches Geschehen. Dazu gehören künstliche Gelenke und Herzklappen.
Wie merken Menschen, ob sie eine Sepsis entwickeln könnten? Dazu nennt die Kampagne »Deutschland erkennt Sepsis« vier einfache Tests , die jeder an sich vornehmen kann:
Bereits eines dieser Symptome im Rahmen einer Infektion ist ein deutliches Warnsignal, das sofortiger ärztlicher Abklärung bedarf.
Nicht immer aber wissen Betroffene , dass sie überhaupt eine Infektion entwickelt haben, denn während Wunden als Ausgangspunkt einer Sepsis sichtbar sind, bemerkt man innere Infektionen nicht immer sofort oder nimmt die Symptome nicht ernst.
Besonders bei älteren Menschen und bei Säuglingen besteht die Gefahr eines sogenannten atypischen Verlaufs. Es entwickelt sich in diesen Fällen kein hohes Fieber als Alarmsignal, es tut nichts weh. Bei älteren Menschen fällt dann eher Verwirrtheit auf oder eine bereits bestehende Demenz verschlechtert sich und sie sind überaus schläfrig. Säuglinge wirken matt, trinken schlecht, ihre Körpertemperatur kann auch absinken anstatt zu steigen. Aber auch an sich gesunde jüngere Erwachsene sind sich der Gefahr einer Sepsis oft nicht bewusst, wenn sie eine Infektion haben.
Beispiele für gefährliche innere Infektionen, die zur einer Sepsis und zum Tod führen können, sind
Deshalb gilt es, unabhängig vom Alter, bei einer Infektion stets auf mögliche Sepsissymptome zu achten, aber auch Gefahrenquellen wie entzündete Zähne rechtzeitig behandeln zu lassen.
Gefährlich ist es, wenn Eltern der Meinung sind, Infektionen ihres Säuglings ausschließlich alternativ behandeln zu wollen. Es geschieht immer wieder, dass die betroffenen Kinder nach ein oder zwei Wochen auf der Intensivstation eines Krankenhauses landen, oft bereits mit punktförmigen Einblutungen in der Haut, sogenannten Petechien, einem möglichen Hinweis für eine fulminante Sepsis. Leider ist das Leben solchermaßen erkrankter Babys oft nicht mehr zu retten.