Doch was kann man nun tun, wenn Stress regelmäßig auf Magen und Darm schlägt? Solange es sich um vereinzelte Stresssituationen wie eine Prüfung handelt, können Hausmittel wie eine Tasse Tee, gezielte Entspannung oder Ablenkung bereits ausreichen, um die Situation zu meistern. Treten Beschwerden häufig auf oder werden sie als einschränkend empfunden, ist eine medizinische Abklärung sinnvoll.
Im Fall des Reizdarmsyndroms haben sich Ansätze aus der kognitiven Verhaltenstherapie als wirksam erwiesen. Betroffene lernen, mit Stress, Angst und Verdauungsbeschwerden besser umzugehen und Empfindungen aus dem Magen-Darm-Trakt nicht als bedrohlich wahrzunehmen. Dazu werden häufig Entspannungstechniken wie die Progressive Muskelentspannung kombiniert. Ein ähnliches Ziel verfolgt die bauchgerichtete Hypnose. Durch Autosuggestion wird die Wahrnehmungsschwelle erhöht, sodass Verdauungsprozesse nicht mehr ins Bewusstsein dringen oder die unangenehmen Empfindungen kontrollierbarer werden.
Manchmal kann auch eine Ernährungsumstellung hilfreich sein. Insbesondere bei Magenproblemen raten Experten, zunächst einmal auf regelmäßige Mahlzeiten mit wenig Fett und Alkohol zu achten. Auf Rauchen sollte ganz verzichtet werden.