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Mitarbeitergespräche
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Wünsche und Konflikte offen ansprechen

Zu Beginn eines neuen Jahres ist es Zeit, das vergangene Jahr Revue passieren zu lassen und sich Ziele für das neue zu setzen. Oft werden daher in dieser Zeit Mitarbeitergespräche geführt. Welche Themen sollten dabei zur Sprache kommen und was sollten Mitarbeiter und Vorgesetzte hierbei beachten?
AutorKontaktBritta Odenthal
Datum 09.12.2022  09:00 Uhr

Zu viel Arbeit?

Haben Sie gerade eine Phase hinter sich mit einem hohen Krankenstand, in der die Mitarbeiter viele Überstunden leisten mussten? Das Mitarbeitergespräch ist auch der geeignete Rahmen, um zu besprechen, wie die Stunden vergütet werden sollen, etwa durch Freizeitausgleich oder Bezahlung.

Auch kann es sein, dass ein Mitarbeiter mit der Zeit andere Aufgaben übernommen hat, als es in der Stellenbeschreibung ursprünglich vereinbart war. Dies ist ein guter Anlass, die Stellenbeschreibung diesbezüglich zu korrigieren und zu analysieren, wie viel Zeit für welche Aufgabe eingesetzt wird. So lässt sich auch gut erkennen, wo Unterstützung nötig ist und welche Aufgaben er gegebenenfalls abgeben oder übernehmen kann.

Was vielen Mitarbeitern häufig fehlt, sind Klarheit und Wertschätzung. Wichtig: Jeder Kollege sollte wissen, für was er zuständig ist. Aufgaben sollten nicht von einer zur anderen Person geschoben werden. Besonders in stressigen Zeiten hilft diese Klarheit. Aber auch die verbale und nonverbale Wertschätzung ist wichtig. Dabei geht es nicht nur um Lob, Anerkennung umfasst mehr, etwa, dass genau beschrieben wird, was als besonders erkannt wird. Zum Beispiel: »Herr Müller, wie Sie mit der schwierigen Kundin eben umgegangen sind: Hut ab. Sie kam wütend herein und ist mit einem Lächeln im Gesicht aus der Apotheke raus.« Hier macht sich jemand die Mühe, seine Beobachtung in Worte zu fassen. Ein Schulterklopfen zwischendurch oder ein Umgang nach dem Motto »Nicht gemeckert ist genug gelobt« reichen vielen Mitarbeitern nicht aus, damit sie sich wertgeschätzt fühlen.

Wer wollen Sie sein?

Grelle Farbkombinationen und bunte Tüchlein, die sich alle um den Hals binden müssen, haben nichts mit gemeinsamer Ausrichtung der Unternehmensziele zu tun. Chefs und Führungskräfte sollten sich vielmehr fragen: Wer wollen Sie als Apotheke sein? Was wollen Sie Besonderes tun? Was ist Ihr Alleinstellungsmerkmal? Besondere Produkte, die Schnelligkeit der Lieferung, die umfangreiche Beratung, die angenehme Atmosphäre, die gute Erreichbarkeit?

Ein Beispiel: Ist das Motto »Blitzsauber und blitzschnell«, dann dürfen auf der Fußmatte im Eingangsbereich keine alten Kaugummis kleben. Es darf nicht zehnmal das Telefon klingeln, bis jemand rangeht. Unternehmensziele können vom Inhaber vorgegeben werden, sie können aber auch aus dem Team heraus gemeinsam bestimmt werden. Das erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass sie auch gelebt werden. Erarbeiten Sie doch einmal im Team, mit welchen Zielen für die Apotheke Sie sich identifizieren wollen oder auch, worin sie schon besonders gut sind. Das kann einen echten Motivationsschub für alle geben.

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