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FAQ zur CAR-T-Zelltherapie
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Zielgerichtet gegen Tumorzellen

Bei bestimmten Formen von Blut- oder Lymphdrüsenkrebs sowie beim Multiplen Myelom ist eine CAR-T-Zelltherapie oft der letzte Ausweg für Patienten, die auf gängige Behandlungen nicht ansprechen. Aber wie genau funktioniert die CAR-T-Zelltherapie eigentlich und welche Risiken gibt es? PTA-Forum beantwortet die wichtigsten Fragen.
AutorKontaktVerena Schmidt
Datum 22.10.2024  10:00 Uhr

Was bringt die Zukunft?

Untersuchungen zeigen auch vielversprechende Wirkungen der CAR-T-Zelltherapie bei Autoimmunerkrankungen. Die Pionier-Forscher auf diesem Gebiet sind die Mediziner Professor Dr. Georg Schett und Professor Dr. Andreas Mackensen von der Universitätsklinik Erlangen. Sie haben seit 2021 vereinzelt Patienten mit Autoimmunerkrankungen mit CAR-T-Zellen behandelt, darunter zum Beispiel eine junge Patientin mit systemischem Lupus erythematodes sowie einen Patienten mit einer Autoimmunmyositis, einer schweren Muskelentzündung. In beiden Fällen ließen sich mit der Behandlung drastische Verbesserungen erzielen. Die zuvor schwer kranken Patienten, denen Standardtherapien nicht halfen, konnten ihre Medikamente absetzen und waren sechs Monate nach der CAR-T-Zelltherapie beschwerdefrei.

Wie lange der Effekt anhält und ob man in diesen Fällen von einer Heilung sprechen kann, ist noch unklar. Die Erlanger Mediziner haben im Februar 2024 im Rahmen einer Pilotstudie im Fachjournal »New England Journal of Medicine« insgesamt 15 Fälle vorgestellt, derzeit läuft zudem eine Studie mit 24 Probanden. Allen bisher Behandelten geht es der Uniklinik zufolge bis heute gut – sie sind gesund oder haben wesentlich weniger Beschwerden.

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