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Covid-19 Impfauffrischung
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Aller guten Dinge sind drei?

Den Schutz nochmal ankurbeln: Ab September sollen bestimmte Gruppen in Deutschland eine Auffrischimpfung gegen Covid-19 bekommen können. Das haben die Gesundheitsminister von Bund und Ländern vor einigen Tagen beschlossen, eine Empfehlung der Ständigen Impfkommission (STIKO) dazu gibt es bislang aber nicht. Ein Überblick.
AutorKontaktdpa
Datum 09.08.2021  16:00 Uhr

Ist ausreichend Impfstoff für Auffrischimpfungen verfügbar?

Mehrere reiche Länder halten das Auffrischen nun für möglich, global gesehen kann von ausreichend Impfstoff jedoch keine Rede sein. Die Weltgesundheitsorganisation WHO forderte vor einigen Tagen einen vorübergehenden Stopp von Auffrischimpfungen, solange noch viele ärmere Länder auf Impfdosen warten. Bereits begonnene Auffrischimpfungen sollten ausgesetzt und Pläne dafür bis mindestens Ende September auf Eis gelegt werden, bis mindestens 10 Prozent der Menschen in allen Ländern der Welt geimpft seien, so die Forderung. Auch Charité-Experte Sander sprach von einem »ethischen Dilemma«. Die Drittimpfungen hierzulande seien aber medizinisch zu rechtfertigen.

Werden dauerhaft alle sechs Monate Auffrischungen nötig sein?

Davon gehen Fachleute nicht aus. Von anderen Impfstoffen wisse man, dass eine späte Auffrischung die Gedächtniszellen nochmals so anrege, dass man dann auch ein, zwei Jahre, hoffentlich mehr, keine Impfung mehr benötige, sagte Dahlke. Auch das Virus dürfte sich Experten zufolge später – wenn die meisten Menschen immun sind – nicht mehr so schnell verändern: Nach einigen Jahren sei daher mit einer längeren Haltbarkeit der Impfstoffe zu rechnen, lautete das Fazit von Charité-Forschern zu ihrer Studie im Fachmagazin »Virus Evolution«.

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