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Kontaktdermatitis
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Benzylalkohol ist Allergen des Jahres

Viele Menschen kommen täglich mit Benzylalkohol in Kontakt, ohne es zu wissen. Weil es ein nicht unerhebliches Irritations- beziehungsweise Allergisierungspotenzial hat, kürte die American Contact Dermatitis Society Benzylakohol zum Allergen des Jahres 2026.
AutorKontaktElke Wolf
Datum 21.04.2026  16:00 Uhr

Der aromatische Alkohol kommt in zahlreichen natürlichen und verarbeiteten Produkten vor. Er gilt zwar allgemein als sicher, kann aber bei wiederholter Exposition eine Kontaktallergie auslösen. Ein Umstand, der auch in der EU dazu geführt hat, dass vergangenes Jahr strengere Regeln für Benzylalkohol-haltige Produkte eingeführt wurden.

Benzylakohol wird häufig als Duft-, Lösungs- oder Konservierungsstoff in Kosmetika und Arzneimitteln eingesetzt – auch etwa zur pH-Wert-Einstellung oder Senkung der Viskosität. Er ist enthalten in:

  • Arzneimitteln wie Topika gegen Hämorrhoiden, Lokalanästhetika für Mund- und Rachenraum, Corticoid- oder Antibiotika-haltigen Cremes
  • Sonnen-, Feuchtigkeits- und Rasiercremes
  • Lippenpflege und Kosmetika wie Mascara und Puder
  • Shampoos und Conditioner
  • Desinfektionsmittel und Reinigungstücher

Natürlicherweise kommt Benzylalkohol unter anderem in Cranberrys, Aprikosen, Pilzen, Zuckererbsen, Kakao und Honig sowie in ätherischen Ölen (beispielsweise Jasmin, Nelke, Rosmarin oder YlangYlang) vor. Als Lebensmittelzusatzstoff trägt es die Bezeichnung E 1519.

Betroffene sollten das Allergen strikt meiden. Die Diagnose ist jedoch nicht ganz einfach. Denn Benzylalkohol wird von vielen Standard-Patch-Tests, die zur Erkennung von Spättyp-Allergien (Typ IV) eingesetzt werden, nicht abgedeckt. Bei der Inhaltsstoffliste sind folgende Synonyme gebräuchlich: Phenylmethanol, Phenylcarbinol, Alcohol benzylicus PhEur, BnOH, Benzenmethanol, Hydroxymethylbenzol. Das macht die Meidung auch nicht gerade einfacher. 

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