Einmal allergisch, immer allergisch: Bei einer Kontaktallergie hilft nur konsequentes Meiden des Auslösers. Bei Benzylalkohol ist das gar nicht so einfach. / © Getty Images/Irina Esau
Der aromatische Alkohol kommt in zahlreichen natürlichen und verarbeiteten Produkten vor. Er gilt zwar allgemein als sicher, kann aber bei wiederholter Exposition eine Kontaktallergie auslösen. Ein Umstand, der auch in der EU dazu geführt hat, dass vergangenes Jahr strengere Regeln für Benzylalkohol-haltige Produkte eingeführt wurden.
Benzylakohol wird häufig als Duft-, Lösungs- oder Konservierungsstoff in Kosmetika und Arzneimitteln eingesetzt – auch etwa zur pH-Wert-Einstellung oder Senkung der Viskosität. Er ist enthalten in:
Natürlicherweise kommt Benzylalkohol unter anderem in Cranberrys, Aprikosen, Pilzen, Zuckererbsen, Kakao und Honig sowie in ätherischen Ölen (beispielsweise Jasmin, Nelke, Rosmarin oder YlangYlang) vor. Als Lebensmittelzusatzstoff trägt es die Bezeichnung E 1519.
Betroffene sollten das Allergen strikt meiden. Die Diagnose ist jedoch nicht ganz einfach. Denn Benzylalkohol wird von vielen Standard-Patch-Tests, die zur Erkennung von Spättyp-Allergien (Typ IV) eingesetzt werden, nicht abgedeckt. Bei der Inhaltsstoffliste sind folgende Synonyme gebräuchlich: Phenylmethanol, Phenylcarbinol, Alcohol benzylicus PhEur, BnOH, Benzenmethanol, Hydroxymethylbenzol. Das macht die Meidung auch nicht gerade einfacher.