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Von Herstellung bis Abgabe
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Biologika in der Apotheke

Biotechnologisch hergestellte Arzneimittel haben die Therapie chronisch-entzündlicher Erkrankungen und vieler Krebserkrankungen grundlegend verändert. Sie sind konventionellen Medikamenten in vielen Indikationen hinsichtlich Krankheitskontrolle und Remissionsraten überlegen. Frei von Risiken und Nebenwirkungen sind sie jedoch nicht.
AutorKontaktNicole Schuster
Datum 23.01.2026  16:00 Uhr

Impfungen planen

Für die Beratung in der Apotheke sind Hinweise zur Kühlkette und die Verabreichung wichtig (siehe Kasten). Ein weiteres mögliches Thema, das PTA bei Patienten ansprechen können, sind Impfungen. Diese sollten unter Biologika-Therapie nach dem Prinzip »so viel Schutz wie möglich, so wenig Risiko wie nötig« geplant werden.

Standardimpfungen werden möglichst vor Therapiebeginn komplettiert. Tot‑, Konjugat‑ und mRNA‑Impfstoffe können oft unter Biologika-Therapie gegeben werden. Die Immunantwort kann abgeschwächt sein, ein Impfversuch wird häufig dennoch empfohlen. Die Gabe von Lebendimpfstoffen muss sorgfältig geplant werden, wenn diese nach Nutzen-Risiko-Abwägung erforderlich ist. Neben dem spezifischen Biologikum sind bei der Impfentscheidung auch Faktoren wie die Begleitmedikation (etwa Glucocorticoide, andere DMARD), geplante Reisen oder besondere Risiken zu berücksichtigen.

Biologika stehen insgesamt exemplarisch für eine zunehmend individualisierte, zielgerichtete Pharmakotherapie. Ihr klinischer Nutzen ist unbestritten. Eine Herausforderung für das Gesundheitssystem ist der hohe Preis. Das Apothekenteam unterstützt Patienten durch qualifizierte Beratung und Sicherstellung der korrekten Lagerung und Anwendung. Es sensibilisiert auch für Nebenwirkungen und Infektionsrisiken und unterstützt bei Fragen zu Therapietreue.

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