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Keine einfache Therapie
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Bisphosphonate im Beratungsgespräch

Bisphosphonate gehören zu den erklärungsbedürftigen Arzneimitteln. Typische Beratungsthemen sind die richtige Einnahme, Wechselwirkungen und die Vorbeugung von Nebenwirkungen.
AutorKontaktVerena Schmidt
AutorKontaktPTA-Forum
Datum 09.10.2026  16:00 Uhr

Kiefernekrose selten

Eine seltene, aber schwerwiegende Komplikation der Therapie ist die Osteonekrose des Kieferknochens, wobei eine höhere Dosis, die intravenöse Gabe und die Dauer der Therapie das Risiko erhöhen. Krebspatienten sind daher häufiger betroffen als beispielsweise Osteoporosepatienten.

Als weitere Risikofaktoren gelten: mangelnde Mundhygiene, Zahnfleischentzündungen, Parodontitis, invasive zahnärztliche oder kieferchirurgische Eingriffe, schlecht sitzende Prothesen, begleitende Strahlen-, Chemo- oder Cortisontherapie sowie allgemeine Faktoren wie übermäßiger Alkoholkonsum, Rauchen, höheres Alter oder Diabetes mellitus.

Im Beratungsgespräch kann die abgebende Person folgende Hinweise geben:

  • Rechtzeitig vor Therapiebeginn zum Zahnarzt gehen und eventuell notwendige Zahnbehandlungen vorab durchführen lassen
  • Gute Mundhygiene einhalten: regelmäßig Zähne putzen, Zahnseide verwenden, gegebenenfalls Mundspülungen anwenden
  • Regelmäßig zum Zahnarzt gehen und Vorsorgeuntersuchungen wahrnehmen
  • Falls zutreffend, mit dem Rauchen aufhören

Wichtig: Bei Schmerzen im Kieferbereich oder nicht heilenden Wunden im Mundraum sollten Patienten sofort den Zahnarzt aufsuchen.

In seltenen Fällen kann es auch zu einer Osteonekrose des äußeren Gehörgangs kommen. Warnzeichen hierfür sind Ohrenschmerzen, Ausfluss aus den Ohren, chronische Ohrentzündungen. Unter langfristiger Therapie wurde außerdem selten über atypische Femurfrakturen berichtet.

Archivartikel, aktualisiert; im Original erschienen am 1. September 2014

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