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Gewöhnungsbedürftig, aber gesund
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Bitterstoffe bitter nötig

Was haben Rosenkohl, Radicchio, Chicorée oder Grapefruit gemeinsam? Richtig – ihr bitterer Geschmack, vorausgesetzt, er wurde nicht herausgezüchtet. Dabei sind es genau die Bitterstoffe, die diesen Lebensmitteln wertvolle gesundheitliche Vorteile verleihen.
AutorKontaktKatja Egermeier
Datum 24.03.2025  14:00 Uhr

Warum aber mögen viele Menschen bitter schmeckende Lebensmittel nicht, obwohl sie so gesund sind? Die Antwort liegt in der Natur: Pflanzen bilden Bitterstoffe, um sich vor Fressfeinden zu schützen – und dazu zählt auch der Mensch. Zudem sind viele giftige Substanzen bitter, weshalb unser Körper instinktiv auf Abwehr schaltet. Die etwa 25 verschiedenen Bitter-Rezeptoren dienen daher als natürliches Warnsystem, wie das Bundeszentrum für Ernährung (BZfE) erklärt.

Bitterstoffe wirken vielfältig auf unseren Körper

Die meisten Bitterstoffe seien jedoch nicht giftig, sondern wirkten sogar positiv auf unseren Körper:

  • Sie fördern die Sekretion von Magensaft und regen die Bewegungen des Magen-Darm-Traktes an und stimulieren so die Verdauung.
  • Sie fördern den Gallenfluss, was regulierende Wirkung auf die Blutfettwerte und den Cholesterinspiegel hat.
  • Sie verhindern auf diese Weise ein unangenehmes Völlegefühl .
  • Sie sorgen für ein langanhaltendes Sättigungsgefühl und beugen Heißhungerattacken vor.
  • Sie fördern den Speichelfluss und regen den Appetit an.
  • Sie können zu einer erhöhten Insulinproduktion führen.
  • Sie haben teils antioxidative Wirkung und können bei der Bekämpfung von Krankheitserregern helfen.

Bitterstoffe sollen zudem noch weitere gesunde Eigenschaften haben, wie das Gesundheitsmagazin der AOK auf seiner Website berichtet. Diese seien zwar noch nicht eindeutig wissenschaftlich belegt, doch es gebe vielversprechende Hinweise. So werden Bitterstoffen fiebersenkende und antidepressive Eigenschaften zugeschrieben, ebenso eine lindernde Wirkung bei Hautkrankheiten und Fieber. Zudem sollen sie das Immunsystem stärken, bei Erschöpfung und Stress helfen und sogar krebshemmende, antibiotische und antifungale Effekte haben.

Lebensmittel, die Bitterstoffe enthalten
Gemüsearten Chicorée, Radicchio, Rucola, Endivien, Rosenkohl, Blumenkohl, Brokkoli, Grünkohl, Mangold, Spinat, Hülsenfrüchte, Ingwer, Auberginen, Artischocken, Kohlrabi
Obst Grapefruit, Pomelo, Pampelmuse, Cranberry, manche Apfelsorten (Jonagold, Braeburn), Zitrusfrüchte
Kräuter und Gewürze Petersilie, Kresse, Basilikum, Rosmarin, Löwenzahn, Brennnessel, Estragon, Thymian, Zimt, Kurkuma, Senfkörner, Salbei
Sonstige Kaffee, Kakao, grüner Tee, Oliven, Hopfen
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