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Sepsis
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Blutvergiftung – unterschätzt und häufig tödlich

Experten nennen die Sepsis den »versteckten Killer«. Zu Recht, denn alle sieben Minuten stirbt in Deutschland ein Mensch an der umgangssprachlich als Blutvergiftung bezeichneten Komplikation einer Infektion. Damit zählt sie mit mindestens 75.000 Todesfällen pro Jahr zu den häufigsten Todesursachen in Deutschland. Trotzdem wird die Sepsis nach wie vor unterschätzt – und wäre in vielen Fällen doch vermeidbar.
AutorKontaktKatja Egermeier
Datum 11.08.2021  15:00 Uhr

Häufige Langzeitfolgen 

Etwa 75 Prozent der Sepsis-Überlebenden leiden der Sepsis Stiftung zufolge unter Langzeitfolgen. Dazu zählen etwa Müdigkeit, neurokognitive Einschränkungen, Depressionen, chronische Schmerzen, neuro-muskuläre Schäden und Gleichgewichtsprobleme – mit teils erheblichen Auswirkungen auf Berufsfähigkeit, Leistungsfähigkeit im Alltag und den Bedarf an Langzeitpflege. Nicht selten komme es im Verlauf einer Sepsis zur Amputation von Gliedmaßen.

Sepsis und Covid-19

Eine Sepsis könne nicht nur durch bakterielle, sondern auch von Pilzen, Parasiten und von viralen Erregern wie beispielsweise Grippe-, Ebola- oder Coronaviren ausgelöst werden, so die Sepsis-Stiftung. So hätten wissenschaftliche Studien gezeigt, dass ein Viertel der Menschen, die wegen einer Covid-19-Erkrankung im Krankenhaus behandelt werden müssen, die Zeichen einer viralen Sepsis aufweisen. Über 80 Prozent davon müssten wegen des mit der Sepsis einhergehenden Versagens eines oder mehrerer Organe auf der Intensivstation behandelt werden. Die Todesfälle durch Covid-19 seien daher sehr oft mit einer Sepsis verbunden.

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