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»Künstlicher Pankreas«
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Diabetes-Therapie mit Technik

Technische Hilfsmittel ermöglichen Menschen mit Typ-1-Diabetes ein Leben mit immer weniger Einschränkungen. Ganz ohne eigenes Zutun geht es aber noch nicht. Auch der Umgang mit dem künstlichen Pankreas muss gelernt und beherrscht werden.
AutorKontaktNicole Schuster
Datum 29.08.2022  09:00 Uhr

Möglichkeiten bei Hautproblemen

»Wenn auch selten, so kommen doch auch Hautprobleme infolge von Pflasterallergien vor«, sagt die Expertin. In diesen Fällen kann ein Hautschutzspray helfen. Auch gibt es alternative Möglichkeiten, etwa den Sensor mit Kinesiotape anzubringen oder auf Pflaster umzusteigen, die frei vom häufig allergieauslösenden Isobornylacrylat (IBOA) sind. Bei Allergien auf Kunststoffkomponenten des Sensors können Patienten versuchen, eine Zwischenschicht mit einem Blasen- oder Stomapflaster zwischen Sensor und Tragestelle einzuführen. »Gerade Menschen mit trockener Haut profitieren sehr von einer guten Hautpflege insbesondere im Bereich der Katheter«, sagt die Ärztin. Anhaltende Hautprobleme können die Anwendbarkeit von AID-Systemen limitieren. »Bei Ekzemen halten Betroffene am besten Rücksprache mit ihrem Diabetologen. Oft lassen sich die Beschwerden durch eine kurzzeitige Cortisonbehandlung der betroffenen Hautareale in den Griff bekommen.«

Auch im Umgang mit ihrem Diabetes müssen Patienten weiterhin geschult sein. Bei einem Ausfall der Systeme sollten sie in der Lage sein, die Therapie konventionell fortzuführen. Von der technischen Heilung des Typ-1-Diabetes ist man also noch entfernt und AID-Systeme sollten auch nicht als vollwertiger Ersatz für das Pankreas missverstanden werden. Für die Einstellung des Blutzuckers können die Systeme – eine richtige Bedienung und Pflege vorausgesetzt – jedoch durchaus wertvoll sein.

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