| Barbara Döring |
| 11.02.2026 08:00 Uhr |
Um die Lebensgeister zu wecken, heißt es deshalb auch, auf ausreichend Schlaf mit möglichst festen Schlafzeiten zu achten und sich möglichst gleich nach dem Aufstehen eine Lichtdusche im Freien zu gönnen. Wer kann, nutzt dafür am besten den Arbeitsweg und geht zu Fuß oder steigt eine Haltestelle früher aus. Wird das ein bis zwei Wochen konsequent durchgehalten, kann sich auch der Nachtschlaf verbessern. Die Mittagspause bietet sich ebenfalls für einen Spaziergang an, um Licht zu tanken. Wer sich lieber ein Nickerchen genehmigen möchte, sollte sich den Timer stellen. Mehr als ein Powernap ist vor allem rund um die Umstellung von Winter- zu Sommerzeit nicht zu empfehlen, damit der Schlafdruck abends nicht beeinträchtigt wird.
Ende März wird es Menschen, die unter Frühjahrsmüdigkeit leiden, auch durch die Zeitumstellung nicht leicht gemacht: Schließlich muss sich der Körper darauf einstellen, eine Stunde früher aufzustehen. In der Regel dauert es etwa zwei Wochen, bis sich die innere Uhr an den neuen Rhythmus angepasst hat. Auch hier kann Licht am Morgen bei der Synchronisation helfen. Dafür am besten gleich nach dem Aufwachen die Rollos hochziehen und sich abends nur wenig und möglichst gedämpftem Licht aussetzen, da helles Licht die Produktion des Schlafhormons Melatonin drosselt.
Die Lichtexposition hilft gleich auch der Produktion von Vitamin D in der Haut auf die Sprünge, die in den Wintermonaten oft zu kurz kommt. In Mitteleuropa sind von Mitte Januar bis in den Frühling hinein viele Menschen von einem Vitamin-D-Mangel betroffen. Auch dieser Aspekt könnte zur Schläfrigkeit im Frühjahr beitragen, wie eine Studie am Universitätsspital Zürich (USZ) zeigt. Bei Patienten mit Vitamin-D-Mangel konnte die Einnahme von Vitamin D die Müdigkeit deutlich reduzieren. Die Studienleiterin empfiehlt, ab November täglich eine Dosis von 800 Einheiten Vitamin D zu supplementieren, um einem Mangel vorzubeugen. Auch die Einnahme während der Sommermonate sei nicht schädlich, vor allem wenn man sich wenig im Freien aufhält oder bei langen Schlechtwetterperioden.