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Lebensstil anpassen
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Fettleber mit gesunder Ernährung kurieren

Bei einer Fettleber denken viele Menschen an übermäßigen Alkoholkonsum als Ursache. Dabei ist in Deutschland vor allem ein ungesunder Lebensstil für die Erkrankung mitverantwortlich. Bewegung und vor allem eine gesunde Ernährung können entgegenwirken. In der Apotheke gilt es also, Betroffenen Tipps mit an die Hand zu geben.
AutorKontaktJudith Schmitz
Datum 02.06.2021  09:00 Uhr

Fettleibigkeit als Auslöser

Wer eine Fettleber behandeln möchte, muss ihre Ursache kennen. Mediziner unterscheiden deshalb verschiedene Formen. Bei der alkoholischen Fettleber (AFLD) ist massiver Alkoholkonsum über einen längeren Zeitraum der Auslöser. Er schädigt die Leberzellen, schränkte den Fettsäureabbau ein und steigert die Fettsäuresynthese. Die Therapie besteht hier in der Abstinenz des Alkohols. Wesentlich häufiger ist jedoch die nicht alkoholische Fettleber (NAFLD). Mischformen sind möglich.

Die NAFLD wird in Deutschland besonders durch eine ungesunde Lebensweise begünstigt: Dem Körper wird mehr Energie zugeführt als er verbraucht. Die Betroffenen sind oft übergewichtig oder fettleibig, besonders die viszerale Adipositas spielt eine Rolle. Neun von zehn fettleibigen Menschen haben eine Leberverfettung. Acht von zehn betroffenen Kindern und Jugendlichen sind übergewichtig oder fettleibig.

Weitere Risikofaktoren sind ein Diabetes mellitus beziehungsweise eine Insulinresistenz als Vorstufe einer Zuckererkrankung, oft einhergehend mit Übergewicht und Fettstoffwechselstörungen und/oder Hyperlipidämie sowie ein höheres Alter. Auch normalgewichtige Menschen können in seltenen Fällen aufgrund einer genetischen Disposition eine Fettleber entwickeln. Normalgewichtige Kinder mit einer Fettleber sind oft Diabetiker. Zudem können bestimmte Medikamente (wie Steroidhormone, Tetracycline, Methotrexat) oder eine Virusinfektion mit dem Hepatitis-C-Virus als seltene Ursache in Frage kommen. Manchmal bleibt die Ursache für die Leberverfettung aber auch unbekannt.

In der Praxis lässt sich eine NAFLD anhand von Blutuntersuchungen und einer Sonografie oder durch eine Gewebeuntersuchung (Goldstandard) feststellen. Body-Mass-Index und Bauchumfang sollten mitbestimmt werden. Letzterer gibt indirekt an, wie groß die gefährlichen Viszeralfettdepots in der Bauchhöhle sind. Bei Frauen sollte er unter 88 cm, bei Männern unter 102 cm liegen. Da die Körperorgane untereinander in Wechselwirkung stehen, sollten bei einem Verdacht auf eine Fettleber auch andere Organe wie die Nieren und das Herz untersucht werden.

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