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Fieber richtig einschätzen

Oft sind Eltern besorgt, wenn das Kind fiebert, und suchen Rat in der Apotheke. Dann ist es wichtig, die Grenzen der Selbstmedikation zu kennen und zu wissen, wann fiebersenkende Maßnahmen sinnvoll sind. Ein Experte gibt Aufschluss.
AutorKontaktJuliane Brüggen
Datum 24.01.2025  15:00 Uhr

Messung in der Achsel leicht verfälschbar

Die Messung im Mund eignet sich erst ab einem Alter von etwa fünf Jahren. Die Thermometerspitze wird seitlich hinten unter der Zunge platziert, der Mund daraufhin fest verschlossen und die Zunge ruhig gehalten (nicht auf das Thermometer beißen). Der vorherige Verzehr von heißen oder kalten Speisen oder Getränken verfälscht das Ergebnis. Bei behinderter Nasenatmung ist die Methode nicht geeignet. Auch die Messung in der Achselhöhle ist nur für ältere Kinder geeignet. Die Messwerte können allerdings leicht verfälscht werden, zum Beispiel bei Bewegung, Verrutschen des Thermometers oder einer zu kurzen Messdauer. Die gemessene Temperatur liegt im Durschnitt etwa 0,5 °C niedriger als der rektale Messwert.

Wie oft sollte überhaupt gemessen werden? Das sehen Ärztinnen und Ärzte laut Martin ganz unterschiedlich. »Meine Einschätzung ist, dass es interessant ist, dreimal am Tag zu messen, zumal eine hohe Temperatur am frühen Morgen ein Warnzeichen ist«, so der Pädiater. »Es ist eher selten, dass man zwischen 5 und 7 Uhr morgens Temperaturen über 39 °C hat.« Er rät außerdem, nicht nur auf die Zahlen zu achten, sondern sich einen Gesamteindruck des Kindes zu verschaffen, etwa Stirn und Nacken sowie Hände und Füße zu fühlen. Wenn letztere kalt sind, sei das Kind entweder im Stress oder noch im Temperaturanstieg. Ein schlafendes Kind sollten Eltern möglichst nicht nur zum Fiebermessen aufwecken. »Wenn es dem Kind ganz schlecht geht, schläft es auch nicht mehr«, sagt der Experte.

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