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Jugendliche in der Apotheke
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Gut beraten bei Akne und Co.

Was erhoffen sich Jugendliche von der Beratung in der Apotheke? Sicherlich Authentizität, Empathie und ein hohes Maß an Kompetenz, um die Flut an Social-Media-Informationen in gesundheitlichen Belangen besser einordnen zu können. Welche Beschwerden Jugendliche oft haben und was sich dagegen tun lässt, fasst der Artikel zusammen.
AutorKontaktUlrich Enzel
Datum 18.08.2021  08:30 Uhr

Sport bringt Kreislauf in Schwung

Eine wachstumsbedingt häufig mit der Pubertät einsetzende orthostatische Dysregulation mit dem typischen Schwarzwerden vor den Augen, Schwindel, eventuell gar Umkippen nach dem Aufstehen lässt sich in der Regel leicht mit Trainingsmaßnahmen in den Griff bekommen. Hilfreich sind regelmäßige körperliche Aktivität, morgendliche Wechselduschen und Bürstenmassagen, ausreichende Flüssigkeitszufuhr und das Meiden von längerem Stehen, vor allem bei Hitze.

Zeigt dies keine Besserung, muss zur Arzt-Konsultation geraten werden. Dies gilt auch für andere Schwindel-Formen, ebenso bei nicht rasch durch NSAR-Einsatz behebbare Skelett-Beschwerden. Sonst könnte zum Beispiel eine rheumatische Erkrankung übersehen werden oder eine Skoliose, die sich nach abgeschlossenem Wachstum kaum mehr konservativ behandeln lässt.

Auch bei Schlafstörungen gilt: Wenn Bewegung und Sport, abendliche Einschlafrituale (»Vor dem Einschlafen eine Stunde Smartphone weg!«) keine rasche Besserung bringen, wenn gesichert wirksame Phytopharmaka wie Johanniskraut-, Baldrianwurzel-, Melissen- und/oder Passionsblumen-Extrakte länger benötigt werden, dann ist eine ärztliche Abklärung angezeigt.

Auch die Ernährung ist wichtig

Dass legale und illegale Drogen während des pubertären Hirn-Umbaus besonders gravierende und nachhaltige Zerstörungen anrichten, dürfte allen Jugendlichen bekannt sein. Weniger bewusst dagegen sind vielen die Langzeitschäden durch eine erhöhte Zufuhr von tierischem Eiweiß, Kochsalz und Zucker.

Mehr als die Hälfte der deutschen Jugendlichen wächst in Jod-Mangel-Gebieten auf. Je nach Iodgehalt des Trinkwassers sollte täglich 100 bis 200 ug Jod zugeführt werden. Bei bis zu 50 Prozent der Jugendlichen besteht zudem ein Vitamin-D-Mangel. Da dieses Pro-Vitamin eine hohe therapeutische Breite hat (bis > 4000 I.E. täglich), kann die Zufuhr von wenigstens 500-1000 I.E./ Tag empfohlen werden (auch wenn die Deutsche Gesellschaft für Ernährung noch keine generelle Empfehlung ausgesprochen hat). Je nach Ernährungsgewohnheiten besteht darüber hinaus bei vielen Jugendlichen eine Unterversorgung mit Folsäure, Vitamin B12 und Eisen.

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