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Lebensphase sinnvoll gestalten
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Hallo, Ruhestand!

Woran es bislang mangelte, davon ist nun reichlich da: Zeit für alles, was das Leben bunt und gut macht. Doch wie finden wir heraus, was genau wir von dieser Lebensphase wollen?
AutorKontaktdpa
Datum 04.11.2025  12:00 Uhr
Falle 2: Kalender und To-do-Liste gnadenlos überfrachten

Falle 2: Kalender und To-do-Liste gnadenlos überfrachten

Zu Beginn des Ruhestands meldet sich bei so manchem der Impuls, das Leben mit all den Dingen zu füllen, für die immer zu wenig Zeit war. Endlich den Keller ausmisten! Endlich alle Freunde in anderen Städten besuchen! Experten sprechen auch von einer »Honeymoon-Phase«.

»Daran ist auch erstmal gar nichts falsch, das kann wunderschön sein«, sagt Peter Lennartz. Doch womöglich fällt einem das Vollstopfen von Kalender und To-do-Liste nach einer Weile auf die Füße. Und zwar dann, wenn der alleinige Antrieb hinter all diesen Aktivitäten die Angst ist, sonst nichts zu tun zu haben.

»Irgendwann kommt nämlich der Punkt, da ist die Garage aufgeräumt und die Bücher stehen perfekt im Regal«, sagt Lennartz. Spätestens dann kann man eine Auseinandersetzung mit dem Ruhestand und der Frage, wie man ihn gestalten möchte, nicht mehr vermeiden. »Denn bislang wurde die Zeit bloß gefüllt, aber nicht erfüllt.«

Drei Strategien, die bei der Suche nach Sinn helfen

Doch wie findet man heraus, was einen erfüllt? Probieren kann man diese drei Dinge:

  1. Langeweile zulassen: Nichtstun kann süße Früchte tragen. »Wenn man die Langeweile denn aushalten kann, ist sie auch positiv«, sagt Peter Lennartz. »Denn dadurch generiert man neue Ideen.« So auch für den Ruhestand und wie man ihn gestalten mag. Wichtig ist nur: nicht zu viel unverplante Zeit – das kann auf die Stimmung schlagen.
  2. Lebensbereiche checken mit dem Lebensrad: Auf welche Lebensbereiche möchte ich jetzt den Fokus legen? Hilfestellung dabei kann das sogenannte Lebensrad geben. Vorlagen dafür sind im Internet zu finden. Man kann es aber auch selbst machen.
  3. Neue Rollen definieren: Ein Ansatz, der ebenfalls helfen kann, das Leben im Ruhestand zu gestalten: Stellen Sie sich Ihr Leben als Film vor. Der Teil »Arbeitsleben« ist vorbei, jetzt gibt es die Fortsetzung: »Ruhestand«. Und das heißt: Man kann das Drehbuch umschreiben und sich selbst neue Rollen geben.

Lennartz rät, auf folgenden Fragen herumzudenken:

  • Was gibt mir Energie?
  • Was sind meine Leidenschaften?
  • Was sind meine Werte?
  • Was will ich jetzt nicht mehr machen?

Vielleicht ist eine Erkenntnis »Ich möchte jetzt mehr Opa sein« – oder »Ich sehe mich noch einmal als Studentin an einer Uni«. Oder auch: »Ich sehe mich als jemand, der sein Wissen weitergibt.«

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