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Tiergesundheit
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Hautpilz bei Hund und Katze

Hautpilzinfektionen bei Tieren sind zwar meist unauffällig, aber dennoch hartnäckig und hoch infektiös. Um eine Übertragung auf den Menschen und weitere Tiere zu vermeiden, ist neben einer Kombination aus topischer und systemischer Therapie eine aufwendige Umgebungsbehandlung erforderlich.
AutorKontaktCarina Steyer
Datum 14.09.2020  08:30 Uhr

Umgebung reinigen

Auch wenn sie schwierig, zeitintensiv und mit Kosten verbunden ist, muss die Therapie um eine Umgebungsbehandlung ergänzt werden. Nur so lassen sich Pilzinfektionen bei Haustieren dauerhaft in den Griff bekommen und eine Übertragung auf weitere Familienmitglieder vermeiden. Unter günstigen Bedingungen kann Microsporum canis mehrere Jahre in der Umwelt überleben und immer wieder Neuinfektionen verursachen.

Empfohlen wird, alle Bereiche, in denen sich das erkrankte Tier aufhält, regelmäßig und gründlich zu saugen. Werden Staubsaugerbeutel verwendet, sollten diese anschließend entsorgt werden. Gegenstände, mit denen das Tier direkten Kontakt hatte wie zum Beispiel Spielzeug, Kratzbäume, Pflegeutensilien, Schlafplätze, Decken und Näpfe, sollten desinfiziert werden. Ist dies nicht möglich, wird geraten, sie zu entsorgen. Einmal pro Woche sollten alle abwischbaren Oberflächen und Böden desinfiziert werden. Mittel der Wahl für die Desinfektion ist Chlorbleiche. Sie zerstört die Zellmembran und denaturiert Eiweiße, ist schnell wirksam und preiswert und das einzige Langzeitdesinfektionsmittel. Sporen, die bis zu 24 Stunden nach der Desinfektion auf behandelten Oberflächen auftreffen, werden abgetötet. Vor der Anwendung von Chlorbleiche sollten Tierbesitzer jedoch unbedingt prüfen, ob die Oberflächen, Materialien und Gegenstände die Behandlung schadlos überstehen. Als Alternative steht Enilconazol zur Verfügung.

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