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Ist Kollagen ein Jungbrunnen für die Haut?

Kollagenpeptide zum Einnehmen sollen das Hautbild verbessern. Ob die Produkte wirklich zu einem frischen und jugendlichen Äußeren verhelfen, ist jedoch noch nicht ausreichend belegt.
AutorKontaktNicole Schuster
Datum 13.07.2023  08:30 Uhr
Ist Kollagen ein Jungbrunnen für die Haut?

Kollagen macht mit etwa 30 Prozent den größten relativen Anteil am Gesamtprotein des Menschen aus und ist der wichtigste Faserbestandteil von Haut. Es handelt sich dabei um eine Familie von Proteinen, die ein Bestandteil der extrazellulären Matrix sind. Die extrazelluläre Matrix ist das Gewebe, das zwischen den Zellen liegt. Kollagene besitzen eine dreidimensionale Struktur, wobei sich drei kettenförmige Proteine umeinanderwinden und eine Dreifachhelix bilden. Es werden knapp 30 verschiedene Typen unterschieden, wovon Kollagen Typ I, Typ II und Typ III am meisten von Interesse sind. Typ I dominiert mengenmäßig und ist maßgebend für die Eigenschaften der Haut zuständig.

Über Lebensmittel wie Fleisch, Knochenbrühe, Schalentiere oder Fisch nimmt der Mensch Kollagen auf, kann es aber auch selbst herstellen. Dafür sind hauptsächlich die Fibroblasten im Bindegewebe zuständig. Diese spezialisierten Zellen bauen Kollagen über Zwischenstufen wie Prokollagen auf. Dafür werden zum einen Aminosäuren, vor allem Prolin und Glycin, benötigt. Diese liefern proteinreiche Lebensmittel wie Fisch, Fleisch, Eier, Hülsenfrüchte oder Sojaerzeugnisse. Zum anderen benötigt der Körper für die Kollagensynthese Co-Faktoren, von denen Vitamin C der wichtigste ist. Dieses kann der Körper unter anderem aus Zitrusfrüchten, Beeren, Paprika oder Tomaten aufnehmen. Dann sind noch Spurenelemente erforderlich, vor allem Kupfer, das zum Beispiel in Rinderleber, Getreideprodukten, Nüssen, grünem Gemüse, Kaffee und Tee enthalten ist, sowie Zink aus Fleisch, Eiern, Milch(produkten), Hülsenfrüchten, Nüssen oder Vollkornprodukten.

Die Fibroblastenaktivität geht allerdings mit zunehmendem Alter zurück. Stress, Tabak- und Alkoholkonsum sowie UV-Strahlung fördern den Abbau von Kollagen. Das Bindegewebe verändert sich und die Spannkraft der Haut lässt nach. Sie ist weniger elastisch und kann weniger Feuchtigkeit aufnehmen und speichern. Es zeigen sich erste Fältchen, die sich allmählich vertiefen.

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