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Zuckerschoten
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Knackfrisch und vitaminreich

Ein neues Superfood? Zuckerschoten bieten mehr als nur einen knackigen Biss. Ihre spezielle Nährstoffkombination und ihre Bekömmlichkeit machen die zarten Hülsenfrüchte besonders interessant. Sie sollten jetzt in keiner Küche fehlen.
AutorKontaktAndrea Pütz
Datum 01.07.2025  08:00 Uhr
Knackfrisch und vitaminreich

Zuckerschoten (Pisum sativum var. saccharatum) gehören botanisch zur Art der Gartenerbse (Pisum sativum) aus der Familie der Fabaceae. Daher sind sie auch als Zuckererbse bekannt. Im Gegensatz zu den meisten  Leguminosen werden sie unreif geerntet, wodurch die gesamte Hülse mitsamt der jungen Samen verzehrt werden kann. Diese frühe Ernte bedingt ihre charakteristische Süße, die zarte Konsistenz sowie den geringen Gehalt an antinutritiven Inhaltsstoffen. Sie enthalten nur wenig Phasin, ein Gemisch aus Lektinen, das in rohen Hülsenfrüchten vorkommt und das zu Vergiftungserscheinungen bei Menschen und Tieren führen kann. Zuckerschoten sind daher – im Unterschied zu den meisten anderen Hülsenfrüchten – auch roh gut verträglich.

Zuckerschoten liefern eine bemerkenswerte Kombination von Makro- und Mikronährstoffen bei gleichzeitig niedrigem Kaloriengehalt. Die Kohlenhydratzufuhr bleibt moderat, wobei ein erheblicher Anteil als resistente Stärke und lösliche Ballaststoffe vorliegt. Diese verzögern die Glucoseaufnahme und fördern die postprandiale Blutzuckerstabilität – ein relevanter Faktor für Patienten mit metabolischem Syndrom, insbesondere Insulinresistenz. Neben einem moderaten Eiweißgehalt liefert die Zuckererbse kaum Fett, sodass sie sich für die mediterrane und figurbewusste Küche eignen.

Hervorzuheben ist der hohe Gehalt an Vitamin C, der bei frischer Ware bei etwa 60 mg pro 100 g liegt. Dadurch leisten Zuckerschoten einen signifikanten Beitrag zur antioxidativen Kapazität des Organismus und unterstützen die Immunfunktion. Auch die Versorgung mit Vitamin K ist beachtlich, was im Kontext der Osteoporose-Prävention von Bedeutung ist. Folsäure, Kalium, Magnesium und kleinere Mengen Eisen ergänzen das Profil sinnvoll.

Durch den frühen Erntezeitpunkt ist der Phytinsäure-(Phytat-) und damit auch der Phosphat-Gehalt der Zuckerschoten gering. Dadurch ist die Bioverfügbarkeit der Mineralstoffe besser als bei vielen anderen Leguminosen. Phytate können Mineralstoffe (vor allem Eisen, Zink, Calcium, Magnesium) im Darm binden, wodurch deren Bioverfügbarkeit sinkt (Stichworte: Chelatbildung, antinutritive Wirkung).

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