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Kopf-Gewitter
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Leben mit Epilepsie

Die Epilepsie ist eine der häufigsten chronischen Erkrankungen des Nervensystems. In welchem Ausmaß die Krankheit das Leben beeinträchtigt, ist von Patient zu Patient verschieden und wird entscheidend durch eine gut eingestellte medikamentöse Therapie beeinflusst.
AutorKontaktVerena Schmidt
Datum 18.02.2022  15:00 Uhr

Sind THC und CBD wirksam?

Auch Cannabis, das Ärzte seit 2017 auf Rezept verschreiben können, wird immer wieder als Therapiemöglichkeit für Epileptiker genannt. Positive Effekte auf die Anfallshäufigkeit oder -schwere werden sowohl Tetrahydrocannabinol (THC) als auch CBD Cannabidiol (CBD) zugeschrieben, doch wissenschaftliche Evidenz gibt es dazu bisher kaum. Fast alle Studien und Berichte bezögen sich auf pädiatrische Epilepsien. Erfahrungen, etwa mit fokalen Epilepsien im Erwachsenenalter, seien extrem limitiert, schreibt die Deutsche Gesellschaft für Epileptologie in einer Stellungnahme.

Nur für einen kleinen Teil der Patienten ist CBD mittlerweile eine zugelassene Therapieoption: Seit rund zwei Jahren steht das Fertigarzneimittel Epidyolex® mit CBD zur Verfügung, allerdings nur für Epileptiker mit Dravet-Syndrom oder Lennox-Gastaut-Syndrom, zwei schweren seltenen Epilepsieformen.

Für die Zukunft sind weitere Studien nötig, um die Wirksamkeit von THC und CBD bei Epilepsie besser einschätzen und eventuell mehr Patienten damit helfen zu können. Denn der Bedarf an neuen innovativen Wirkstoffen ist groß, da längst nicht alle Patienten mit den vorhandenen Arzneimitteln gut eingestellt werden können und weiterhin Anfälle erleiden. Diese therapieresistenten Patienten hoffen weiter auf neue Behandlungsmethoden. Vielversprechend ist etwa der neue antikonvulsive Wirkstoff Cenobamat, der im vergangenen Sommer neu auf den Markt kam. Als Zusatztherapie zeigte er in den Zulassungsstudien gute Effekte bei Patienten, die trotz Einnahme von zwei oder drei Antiepileptika noch fokale Anfälle erlitten.

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