Repellentien bilden eine für Mücken unangenehme »Duftbarriere«, der Anwender bleibt so vor Stichen verschont. / © Adobe Stock/encierro
Ein Forschungsteam der Universität Tours in Frankreich trainierte für die Studie Gelbfiebermücken nach dem Prinzip der Pawlowschen Konditionierung, indem es diesen einen Beutel Blut anbot. Dann führten die Wissenschaftler den Geruch von DEET ein. Bereits nach vier Wiederholungen des Experiments versuchten mehr als 60 Prozent der Insekten Blut zu saugen, obwohl ihnen nur der Geruch von DEET präsentiert wurde.
In einem weiteren Experiment hatten die Mücken die Wahl zwischen zwei menschlichen Händen – einer unbehandelten Hand und einer, die mit DEET in normaler Konzentration behandelt worden war. Nicht an DEET gewöhnte Mücken mieden die mit Insektenschutzmittel behandelte Hand. Mücken, die daran gewöhnt waren, wurden von ihr angezogen.
»Wenn jemand DEET aufträgt und die Konzentration mit der Zeit nachlässt, die Mücke es aber dennoch schafft, Blut zu saugen, könnte das Insekt beginnen, diesen Geruch mit einer Belohnung in Verbindung zu bringen«, heißt es in einer Pressemitteilung der Hochschule.
Die Wissenschaftler geben folgenden Anwendungstipp: Anstatt eine große Menge auf einmal aufzutragen, sollte man das Mittel besser regelmäßig erneut auftragen. So erhöhe man die Wahrscheinlichkeit, dass es wirksam bleibt und ein kontinuierlicher Schutz gewährleistet ist. Dennoch bleibe DEET das Mittel der Wahl unter den Repellentien.