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Tipps für die Regeneration
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Muskelkater – was hilft und was man meiden sollte

Ob Leistungssportler oder Hobbyathlet, jeder kennt die Symptome eines Muskelkaters: Die betroffene Körperregion schmerzt, die Muskeln sind druckempfindlich, fühlen sich hart und manchmal auch geschwollen an. Was bei Muskelkater hilft, was ihn verschlechtert oder verlängert – und welche Mittel aus der Apotheke bei besonders starkem Muskelkater Linderung verschaffen.
AutorKontaktApothekerkammer Hessen | Katja Egermeier
Datum 07.05.2026  16:00 Uhr
Muskelkater – was hilft und was man meiden sollte

Ein Muskelkater tritt immer dann auf, wenn die Muskeln ungewohnt oder deutlich mehr beansprucht werden als gewohnt. Dadurch entstehen im Muskelgewebe feine Risse, die zunächst nicht schmerzen, denn für die Wahrnehmung der Risse fehlen innerhalb der Muskelfasern die Schmerzrezeptoren. Durch die Mikrorisse tritt jedoch langsam Flüssigkeit ins Gewebe über, sodass sich kleine Ödeme bilden, die einen Dehnungsschmerz auslösen. Zusätzlich werden entzündungsfördernde Botenstoffe ausgeschüttet, die auf Schmerzrezeptoren treffen, wenn sie aus der Zelle austreten. Diese Prozesse dauern mehrere Stunden. Manchmal tritt der Muskelkater erst 18 Stunden nach der Belastung auf.

Bei Muskelkater schonen

Mit einem Muskelkater fühlt man sich steif an und mag nicht intensiv trainieren. Auf dieses Gefühl sollte man hören, denn solange die Muskelgruppen mit der Regeneration beschäftigt sind, gilt es eine stärkere Belastung der schmerzenden Körperpartien zu vermeiden. Übertriebene Härte gegen sich selbst würde nicht zu einer Besserung führen. Im Gegenteil: die Leistungsfähigkeit geht zurück und es kann sogar zu Verletzungen wie Zerrungen oder Muskelfaserrissen kommen. Der Körper benötigt einige Tage, um die lädierten Muskelstränge zu reparieren. Wie lange dies dauert, hängt auch vom Alter ab.

Es ist jedoch nicht notwendig, vollständig auf Sport zu verzichten. In der Erholungsphase sollte der Schwerpunkt jedoch auf Lockerungs- und Dehnübungen und leichten Ausdauersport wie entspanntes Spazierengehen, Schwimmen oder Radfahren gelegt werden.

Durchblutung fördern

Während sich der Körper erholt, kann man ihn durch zahlreiche Maßnahmen unterstützen. Ein zentraler Faktor ist dabei, die Durchblutung des betroffenen Gewebes anzuregen. Eine gute Durchblutung unterstützt den Abtransport der Botenstoffe aus dem schmerzenden Muskel. Sauna, heiße Bäder, Eisbäder und Wechselduschen regen den Stoffwechsel an. In der Apotheke vor Ort gibt es Cremes, Öle, Gele oder Roll-Ons mit natürlichen Wirkstoffen, die ebenfalls die Durchblutung steigern sollen. Dazu gehören Arnika, Campher, Pfefferminze, Eukalyptus, Lavendel, Bergamotte, Zirbelkiefer, Rosmarin und Fichtennadeln. Alle Substanzen sollten jedoch nur leicht einmassiert werden, da zu starkes Kneten den Schaden am Muskel verstärken kann.

Daher sind bei Muskelkater auch Massagen tabu. Durch den mechanischen Reiz können die Faserverletzungen noch verstärkt werden. Im umgekehrten Fall kann eine Massage übrigens auch Muskelkater auslösen – entweder, weil diese zu stark ist und zu kleinen Rissen in den Fasern führt oder weil sich die Muskeln als Abwehrreaktion anspannen.

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