| Isabel Weinert |
| 11.08.2026 16:00 Uhr |
Kennen Frauen die Ursache für einen runderen Unterbauch und sie ist harmlos, sollten sie sich davon nicht die Laune verderben lassen. / © Adobe Stock/Monkey Business
Mit der einsetzenden Pubertät sorgt das Östrogen dafür, dass junge Frauen mehr Fett nicht nur an Hüften und Gesäß, sondern auch am Unterbauch einlagern. Das ist ganz wichtig, weil dieses Fett als Reserve in einer Schwangerschaft dient. Zudem bieten die anatomischen Veränderungen innerhalb des Beckens der wachsenden Gebärmutter Platz. Mit der ersten Menstruation zeigt sich oft schon, ob eine Frau das Glück hat, sie schmerzfrei zu erleben, oder aber regelhaft starke Beschwerden durchleben muss. Das hängt bei jungen Frauen davon ab, ob die Kontraktionen der Gebärmutter beim Abstoßen der Schleimhaut schmerzhaft sind. Und das liegt wiederum meist an einem Prostaglandin-Überschuss. Das kann genetisch bedingt sein und sich durch Stress und zu wenig Bewegung verschlimmern. Oft lässt diese Art von Beschwerden nach einer ersten Schwangerschaft nach. Oder aber eine Endometriose steckt als Ursache dahinter. Mitunter bereiten auch Myome die Beschwerden.
Unabhängig von der Symptomatik schwillt bei den meisten Frauen kurz vor Einsetzen der Periode der Unterbauch an. Das kann am hormonellen Blähbauch liegen, an hormonell bedingten vermehrten Wassereinlagerungen und an der in der zweiten Zyklushälfte maximal aufgebauten und durchbluteten Gebärmutter. Kurz nach Einsetzen der Regel passen die Hosen dann urplötzlich wieder. Und manchmal merken Frauen, dass sie etwas häufiger Wasser lassen müssen – die prämenstruellen Einlagerungen werden ausgeschwemmt.
Wenn ein Mensch eine Unverträglichkeit auf Nahrungsmittel entwickelt, manifestiert sich das oft im jungen Erwachsenenalter. Auch das Reizdarmsyndrom (RDS) beginnt häufig zwischen dem 20. und 30. Lebensjahr oder noch früher. Diese Erkrankungen sorgen häufig für Blähungen, einen dadurch aufgetriebenen Bauch und für Verstopfung. Hinzu kommt bei jüngeren Menschen, wenn sie zum ersten Mal alleine wohnen, eine andere Ernährungsweise, nicht selten arm an Ballaststoffen. All diese Faktoren können bei Frauen dazu führen, dass sich der Unterbauch nicht nur dicker anfühlt, sondern es auch ist.