Manche Berufe fordern Handekzeme fast heraus. Dann kommt es auf ein geeignetes Pflege- und Schutzkonzept an. / © Adobe Stock/SOLDATOOFF
Dermatosen – und dabei vor allem das chronische Handekzem – gehören zu den häufigsten Berufskrankheiten. Verantwortlich für die Hautschäden seien vor allem häufiger Wasserkontakt und langes Tragen von flüssigkeitsdichten Handschuhen, aber auch Chemikalien, mechanische Beanspruchung und UV-Strahlung, heißt es in einer Pressemitteilung der Deutschen Dermatologischen Gesellschaft (DDG). Insofern besteht beispielsweise im Friseurhandwerk, in Gesundheitsberufen, in der Metallverarbeitung, im Baugewerbe, bei Malern oder Reinigungskräften ein erhöhtes Risiko. Nach DDG-Angaben treten Handekzeme bei diesen Berufen mit einer Prävalenz von bis zu 40 Prozent auf.
»Betroffene leiden nicht nur an Schwellungen, Juckreiz und Schmerzen. Die hinzukommenden Rhagaden und die starke Verhornung der Haut beeinträchtigen unmittelbar die Berufsausübung«, erklärt Dr. Michal Gina, Leiter des Referats Berufsdermatologie am Institut für Prävention und Arbeitsmedizin der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung, Ruhr-Universität Bochum, das Ausmaß der Beschwerden. »Die regelmäßige Anwendung geeigneter Hautschutz- und Hautpflegemittel sowie eine schonende Hautreinigung können wesentlich dazu beitragen, dass die Haut die Belastungen am Arbeitsplatz besser toleriert, sich schneller regeneriert und Handekzeme verhindert werden«, betont Gina die Zielsetzung der aktualisierten S2k-Leitlinie »Berufliche Hautmittel«, deren Koordinator er ist, in einer begleitenden Pressemitteilung der DDG.
Damit sich aus rauen Händen keine ernsthaften Hautschäden entwickeln, ist die häufige Anwendung von lipidreichen Pflegecremes zu empfehlen. Regelmäßig aufgetragen, kann ihr Lipidanteil die ausgewaschenen Fette in der Hornschicht ersetzen. Beginnende Beeinträchtigungen der Barrierefunktion lassen sich dadurch ausgleichen. Als Lipidkomponente eignen sich Phospholipide, Ceramide oder Ceramid-Derivate, weil sie sich besonders gut in die Haut integrieren. Daneben sollte die Grundlage über wasserbindende Inhaltsstoffe verfügen. Substanzen, die den Natural Moisturizing Factor (NMF) nachahmen, wie Harnstoff, Glycerol oder Milchsäure, können die Restfeuchte an epidermalem Wasser in der Haut zurückhalten und erhöhen (zum Beispiel Dermasence® Adtop Plus, Eubos® Omega 12% Intensivcreme, La Roche Posay® Cicaplast Hände Haut-Barriere Creme, Olivenöl Mandelmilch Handpflegebalsam von medipharma cosmetics, Eucerin® AtopiControl Hand Intensiv-Creme, Bepanthol® Handbalsam).