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Bacillus cereus
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Reis aufwärmen – das ist zu beachten

Geht es um das Auftischen von Reisresten vom Vortag, hat man schnell die Diskussion am Tisch: Ist das nicht giftig? Klare Antwort: Es kommt darauf an.
AutorKontaktdpa
Datum 15.06.2026  12:00 Uhr

Im schlimmsten Fall isst man mit dem aufgewärmten Reis sporenbildende Bakterien vom Typ Bacillus cereus mit, warnen Ernährungsexperten. Sporen dieser Bakterien können sich bei falscher Aufbewahrung zu Kolonien neuer Bakterien entwickeln, die Giftstoffe bilden, warnt die Verbraucherzentrale Bayern. Die Bakterien vermehren sich besonders schnell, wenn gekochter Reis langsam bei Zimmertemperatur abgekühlt oder bei lauwarmen Temperaturen warmgehalten wird.

Die Toxine führen zu einem sogenannten »Fried Rice Syndrom« mit Erbrechen, Bauchkrämpfen und Durchfall. Erkrankungen würden meist sechs bis 24 Stunden nach dem Verzehr beginnen. Zu beachten ist: »Bereits im Lebensmittel gebildetes Erbrechenstoxin kann durch erneutes Erhitzen nicht inaktiviert werden«, klärt das Niedersächsische Landesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (Laves) auf.

Wie also umgehen mit Reisgerichten? »Frisch gekochte Nudeln oder Reis sind keimarm, bieten jedoch einen idealen Nährboden für Mikroorganismen«, stellt das Laves klar. Reste von Reisgerichten können aufgewärmt werden – wenn man einige Vorsichtsmaßnahmen beachtet, so die Verbraucherzentrale. Dazu gehöre, den Reis nicht lange in der Küche ungekühlt bei Zimmertemperatur stehenzulassen. Wichtig sei, dass der Reis im Kühlschrank rasch abgekühlt oder bei über 65 Grad Celsius warmgehalten wird. Nur so könne man verhindern, dass Keime überhaupt wachsen beziehungsweise Sporen bilden.

Gekochter Reis sollte innerhalb eines Tages verzehrt werden, so die Verbraucherschützer. Wer das versäumt, könnte mit Sporen verunreinigten Reis riskieren. Bacillus cereus kann sich laut Bundesinstitut für Risikobewertung im Bereich von 7 bis 48 Grad vermehren.

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