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Hitzestress untenherum
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Das schützt den Intimbereich

Hitze, Schweiß und Reibung belasten den Genitalbereich stärker als viele vermuten. Besonders bei Frauen begünstigt das Infektionen verschiedener Art. Fürsorge mit der richtigen Pflege ist nun besonders wichtig. 
AutorKontaktNicole Schuster
Datum 12.06.2026  08:00 Uhr

So schön Sonne, Badewetter und Wärme auch sind, gerade der Intimbereich zahlt dafür häufig einen hohen Preis. Frauen sind besonders betroffen. Bis zu 60 Prozent von ihnen erleiden im Laufe ihres Lebens mindestens einen Harnwegsinfekt, und Pilzinfektionen zählen zu den häufigsten gynäkologischen Beschwerden. Wie auch bei der Vaginose lässt sich eine Häufung im Sommer beobachten. Wärme, Feuchtigkeit und Reibung schaffen ein Milieu, in dem Infektionen leichter Fuß fassen und sich die empfindliche Hautbarriere kaum erholen kann.

Eine bakterielle Vaginose entsteht, wenn die schützende Laktobazillen-Flora ins Ungleichgewicht gerät und Keime wie Gardnerella vaginalis die Oberhand gewinnen. Mykosen im Vaginalbereich, wie die meist durch Candida albicans ausgelöste Vulvovaginalcandidose, sind ebenfalls eine Folge davon, wenn das natürliche Gleichgewicht der Intimflora gestört ist.

Auch Harnwegsinfektionen häufen sich in der Hitze. Denn wer bei hohen Temperaturen zu wenig trinkt, produziert konzentrierteren Urin und Bakterien können sich leichter vermehren. Gehen Frauen dann seltener auf die Toilette, bleiben die Keime länger in der Blase und bekommen mehr Zeit, sich festzusetzen.

Enge, synthetische Kleidung verstärkt das Problem. Sie staut Wärme und Feuchtigkeit im Intimbereich und erleichtert es Escherichia coli – dem häufigsten Auslöser von Harnwegsinfekten –, in die Harnröhre aufzusteigen. Der Sommer bietet auch ideale Bedingungen dafür, dass Entzündungen in Hautfalten entstehen. Zu einer solchen Intertrigo führt das Zusammenwirken von Feuchtigkeit, Wärme und mechanischer Reibung. Zu den bevorzugten Lokalisationen gehören die Leisten und die Hautfalten in der Damm- und Genitalregion. Die Folge sind gerötete, juckende und leicht nässende Areale, die sich zusätzlich infizieren können.

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