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Knochenschwund
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So erkennen Sie Ihr Osteoporose-Risiko und schützen Ihre Knochen

Die Wechseljahre, Kortison, Rauchen – und natürlich das Alter: All das kann die Knochen schwächen. Wie man sein Osteoporose-Risiko checkt. Und warum starke Knochen längst nicht nur Kalzium brauchen.
AutorKontaktdpa
Datum 20.10.2026  11:00 Uhr
So erkennen Sie Ihr Osteoporose-Risiko und schützen Ihre Knochen

Was genau ist Osteoporose?

»Bei Osteoporose handelt es sich um eine Erkrankung, bei der sich Knochendichte und -struktur zurückbilden«, sagt Uwe Maus, Leiter der Sektion Osteologie der Deutschen Gesellschaft für Orthopädie und Unfallchirurgie (DGOU). Die Knochen lagern dann immer weniger Mineralstoffe wie Kalzium ein, die ihnen ihre Härte verleihen.

Schreitet die Erkrankung unbehandelt fort, braucht es mitunter nur einen leichten Sturz für einen Knochenbruch. »Patienten machen eine falsche Bewegung, heben einen Kasten Wasser hoch und dann knackt es im Rücken«, beschreibt Jürgen Ropers von der Schön Klinik Neustadt.

Was erhöht das Osteoporose-Risiko?

Die entsprechende medizinische Leitlinie listet insgesamt 33 Risikofaktoren auf. Ein besonders wichtiger: das Geschlecht. Frauen erkranken mehr als viermal so häufig an Osteoporose wie Männer, schreibt das Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (BIÖG). Die Erklärung dafür ist vor allem im Östrogen-Abfall der Wechseljahre zu finden. Dieses Hormon schützt vor Knochenabbau.

Ein weiterer wichtiger Risikofaktor: das Alter. Mit den Jahren baut sich immer mehr Knochensubstanz ab. Eine Entwicklung, die früher einsetzt, als viele denken. »Ab einem Alter von etwa 30 Jahren geht es los«, sagt Jürgen Ropers, Chefarzt der Klinik für Wirbelsäulenchirurgie. Eine Osteoporose entwickelt sich meist erst nach dem 50. Lebensjahr.

Weitere Risikofaktoren sind:

  • familiäre Vorbelastung, etwa wenn ein Elternteil Osteoporose hatte
  • Erkrankungen wie Diabetes (Typ 1 und Typ 2), Schilddrüsenüberfunktion, Rheuma, Zöliakie, chronisch-entzündliche Darmerkrankungen
  • Einnahme von Kortison-Präparaten über eine längere Zeit
  • Untergewicht
  • Rauchen

Was tun bei Osteoporose-Risikofaktoren?

»Wenn man von Risikofaktoren weiß, ist es sinnvoll, sich ab einem Alter von 50 Jahren ärztlich beraten und gegebenenfalls auch untersuchen zu lassen«, sagt Jürgen Ropers. Erste Anlaufstelle ist die Hausarztpraxis. »Spätestens, wenn man Knochenbrüche hat, sollte man einmal auch an Osteoporose denken«, sagt Uwe Maus. Ansonsten rät er, ab einem Alter von 70 Jahren einmal die Knochendichte checken zu lassen – bei Risikofaktoren entsprechend früher. Tückisch: Osteoporose spüren Betroffene über lange Zeit gar nicht.

Teil der Abklärung ist ein Arztgespräch, das Fragen zu Vorerkrankungen, Medikamenten und Lebensgewohnheiten umfasst. »Außerdem gibt es eine Blutuntersuchung, die dem Ausschluss anderer Erkrankungen dient«, sagt Uwe Maus.

Dann kommt die Knochendichtemessung ins Spiel. »Man misst quasi, wie stark die Knochen Röntgenstrahlen, die ein Gerät aussendet, abfangen«, so der Experte. Ergibt sich ein sogenannter T-Wert von weniger als -2,5, hat ein Patient oder eine Patientin »messtechnisch eine Osteoporose«, so Maus.

Bei der Frage, wie es nun weitergeht und ob – etwa mit Medikamenten – behandelt werden muss, kommt es auf das vollständige Bild an. »Bei jüngeren Patienten akzeptiert man schlechtere Knochendichten eher, weil sie nicht so ein hohes Grundrisiko haben. Bei älteren Menschen behandelt man tendenziell früher«, sagt Maus.

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