Der nächste Schritt ist die Konfrontation: also etwa eine Hängebrücke zu überqueren oder einen Turm zu besteigen – möglichst im eigenen Tempo und ohne zusätzlichen Druck. Auch eine verständnisvolle Begleitung kann helfen.
Wirksam sind zudem Atemübungen, die das vegetative Nervensystem beruhigen – etwa langsames, kontrolliertes Ein- und Ausatmen. Manche Betroffene empfinden auch Singen als hilfreich. Ein konkreter Tipp von Zottl: »Auf Brücken und dergleichen nicht zur Seite oder direkt nach unten schauen, wo man zwischen den Brettern den Abgrund sieht, sondern den Raum rund drei Meter vor sich anvisieren.«
Wer mit anderen reist, sollte sie über bestehende Ängste informieren. »Dafür muss man sich nicht schämen«, sagt Professor Ströhle. »Und man darf davon ausgehen, dass einem die anderen wohlgesonnen sind.« Mitreisende können unterstützen – etwa, indem sie Verständnis zeigen, in stressigen Situationen nicht drängen und die Planung respektieren.