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Quälende Krankheit
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Therapie bei Lichen sclerosus

Von Kindheit an quälten die junge Frau im Genitalbereich Juckreiz, die Haut war entzündet und fühlte sich wund an. Die Symptome kamen und gingen, Ärzte fanden keine Ursache. Erst Jahre später stellte eine Medizinerin endlich die Diagnose: Lichen sclerosus, eine oft zunächst mit Scheidenpilz verwechselte chronische Hauterkrankung. Im Juni dieses Jahres wurden dazu neue europäische Leitlinien veröffentlicht.
AutorKontaktIsabel Weinert
Datum 03.08.2023  15:00 Uhr

Die Basis beachten

Die Hautpflege der betroffenen Bereiche entscheidet mit über den Verlauf. Betroffene sollten keinesfalls normale Seifen oder Duschgele nutzen. Aber auch Waschlotionen, die die Haut schonen, dürfen nur in kleinen Mengen zum Einsatz kommen. Generell sollte der Intimbereich nicht zu häufig gewaschen werden. Übertriebende Hygiene schadet. Im Anschluss an das Waschen vermeidet das Trockentupfen mit einem Handtuch zusätzliche Irritationen. Nach dem Waschen und nach jedem Toilettengang helfen spezielle Salben und Cremes, die Haut vor äußeren Reizen zu schützen. Diese Pflege ist wichtig. Betroffene meiden am besten feuchtes sowie hartes Toilettenpapier und verzichten auf eine Intimrasur.

Für Menschen mit Lichen sclerosus ist es ganz entscheidend, die Therapie nie eigenmächtig auszusetzen. Sie muss konsequent und in aller Regel lebenslang stattfinden. Glucocorticoide kommen zu Therapiebeginn häufiger, dann noch ein- bis zweimal pro Woche lokal zum Einsatz. 

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