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Körper und Geist im Einklang
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Typgerecht essen nach Ayurveda

Wie auch beim Yoga steht in der Lehre vom langen Leben – dem Ayurveda – der Mensch als Einheit von Körper, Geist und Seele im Mittelpunkt. Als gesund gilt, wer gut schläft, seine Nahrung gut verdaut, sich wohlfühlt und frei von Krankheiten ist.
AutorKontaktCornelia Höhn
Datum 20.11.2024  16:00 Uhr

Zu viel Vata, Pitta oder Kapha

Erhöhtes Vata äußert sich in Erschöpfung, Unkonzentriertheit, Angst und Schlaflosigkeit sowie durch Verstopfung und Blähungen. Auch wiederkehrende Infekte, Kälteempfindlichkeit, Gelenkbeschwerden und Muskelverspannungen sind charakteristisch für einen Vata-Überschuss. Der Verzehr von süßen, sauren oder salzigen Lebensmitteln beruhigt erhöhtes Vata. Drei regelmäßige warme Mahlzeiten mit leicht verdaulichen, schonend gedünsteten Zutaten und gesunden Fetten sowie ausschließlich warme Getränke sind am bekömmlichsten. Kalte Getränke und Rohkost werden vermieden. Neben einer angepassten Ernährung stabilisiert ein strukturierter Tagesablauf mit ausreichend Schlaf. Entspannungstechniken wie Yoga und Meditation sowie die Verwendung beruhigender Kräuter und Öle wirken harmonisierend.

Bei zu viel Pitta neigt die Person zu Reizbarkeit und Selbstkritik. Hitze wird schlecht toleriert, starkes Schwitzen und Durstgefühl sind charakteristisch. Sodbrennen und häufiger, lockerer Stuhlgang treten auf. Kühle und leichte Speisen, mit süßem, bitterem oder herbem Geschmack senken Pitta. Vier kleine Mahlzeiten täglich mit hohem Gemüse- und Rohkostanteil und gesunden Fetten werden empfohlen. Auf scharfes Essen und koffeinhaltige Heißgetränke wird verzichtet. Überhitzte Pitta-Menschen meiden die Sonne. Stressabbau oder Spaziergänge im schattigen Wald kühlen sie ab.

Antriebslosigkeit und Müdigkeit, Gewichtszunahme oder Neigung zu Erkältung mit Sinusitis und produktivem Husten können einen Kapha-Überhang anzeigen. Um Kapha zu drosseln, sollte nicht zu viel oder zu schwer gegessen und regelmäßig gefastet werden. Zwei tägliche Mahlzeiten können ausreichend sein. Den trägen Kapha-Stoffwechsel kurbeln scharfe, bittere oder herbe Noten an. Gemüse, Hülsenfrüchte und Obst sowie eine fettarme Zubereitung sind bekömmlich. Um der Lethargie entgegenzuwirken, wird empfohlen, aus täglichen Routinen auszubrechen, etwas Neues zu lernen und sich einen aktiveren Lebensstil zu schaffen.

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