| Isabel Weinert |
| 28.11.2025 16:00 Uhr |
PTA können auch die Medikamente checken, die ein Mensch einnimmt, der von starken Blähungen berichtet. Zu den Mitteln, die häufig mit der Nebenwirkung Blähungen daherkommen, gehören Antibiotika, teilweise NSAR, Opioid-Analgetika, Metformin, Protonenpumpeninhibitoren (PPI), Abführmittel, Betablocker, ACE-Hemmer und Eisenpräparate.
Könnten die Symptome in der Medikation begründet sein, sollten Patienten mit den behandelnden Ärzten sprechen. Mitunter hilft wie bei Metformin eine einschleichende Dosierung, damit die Nebenwirkungen möglichst gering ausfallen. Auch die Antidiabetika und Abnehmspritzen Semaglutid (Ozempic®, Wegovy®) und Tirzepatid (Mounjaro®) beeinträchtigen als Nebenwirkung häufig den Magen-Darm-Trakt. Dabei handelt es sich aber vor allem um Durchfall, Erbrechen, Übelkeit und Verstopfung.
Um akute Blähungen zu lindern, eignen sich als Medikamente die Klassiker Dimeticon und Simeticon. Besonders gefragt für Säuglinge, stehen sie aber auch Erwachsenen in Form von Liquida oder Kautabletten zur Verfügung. Daneben wirken etliche Phytopharmaka blähungstreibend. Dazu gehören solche mit den Heilpflanzen Anis, Fenchel, Kümmel und Pfefferminze, Melisse, Kamille und Koriander.
Eine aus dem Gleichgewicht geratene Verdauung profitiert von Bitterstoff- oder Scharfstoffdrogen. In die erste Gruppe gehören Enzianwurzel, Pomeranzenschale und Condurandorinde, in die zweite Ingwer, Kalmus- und Galgantwurzelstock sowie Senfsamen.
Um die glatte Muskulatur zu entspannen, kann Butylscopolamin zum Einsatz kommen. Arbeitet die Bauchspeicheldrüse nicht adäquat, helfen von außen zugeführte Pankreasenzyme. Ob und welche Probiotika speziell häufigen Blähungen entgegenwirken können, ist nicht klar bewiesen. Wer keine Lactoseintoleranz hat, tut aber laut Gastroenterologen gut daran, jeden Tag einen Naturjoghurt zu essen.