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Steckbrief Mineralstoffe
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Von Calcium bis Zink

Von manchen braucht der Körper nur geringe Spuren, bei anderen liegt der Bedarf deutlich höher – wofür Mineralstoffe wichtig sind und an welchen es eher mal mangeln kann.
AutorKontaktBarbara Döring
Datum 17.06.2024  16:00 Uhr

Jod

  • Funktionen: Bestandteil der Schilddrüsenhormone Thyroxin (T 4) und Trijodthyronin (T 3), Steuerung des Stoffwechsels
  • Quellen: Seefisch, jodiertes Speisesalz, bei jodreicher Fütterung der Tiere Milch, Milchprodukte und Eier
  • Tagesbedarf (Erwachsene): 180 bis 200 µg, Schwangere 230 µg, Stillende 260 µg
  • Besonderheit: Supplementation mit Jodtabletten von 100 bis 150 µg pro Tag in Schwangerschaft und Stillzeit (ärztliche Rücksprache); goitrogene Substanzen in Kohlarten, Hirse und Maniok behindern Jodaufnahme in Schilddrüse; ebenso Isoflavone aus Sojaprodukten

Kalium

  • Funktionen: Hauptelektrolyt der intrazellulären Flüssigkeit, Regulation des osmotischen Drucks, Aufrechterhaltung des Säure-Basen-Haushalts, wichtig für Reizweiterleitung (Muskeln, Blutdruck, Herz)
  • Quellen: : Obst und Gemüse wie Bananen, Aprikosen, Kohlrabi, Möhren, Tomaten sowie Nüsse und einige Mehlsorten wie Dinkel- und Roggenmehl, vor allem in konzentrierten Lebensmitteln (Tomatenmark, Trockenobst)
  • Tagesbedarf (Erwachsene): 4000 mg, Stillende 4400 mg
  • Besonderheit: Lakritze kann die Ausscheidung von Kalium erhöhen; die Einnahme von Kalium-Monopräparaten sollten nach ärztlicher Absprache erfolgen.

Kupfer

  • Funktionen: Cofaktor antioxidativer Enzyme, unterstützt Kollagenbildung, beteiligt an Stoffwechsel von Botenstoffen im Nervensystem, enge Beziehung zum Eisen- und Zinkstoffwechsel
  • Quellen: Getreideprodukte, Nüsse, grünes Gemüse, Kaffee und Tee
  • Tagesbedarf (Erwachsene): 1,0 bis 1,5 mg
  • Besonderheit: Über NME sollte täglich nicht mehr als 1 mg Kupfer aufgenommen werden.

Magnesium

  • Funktionen: Cofaktor für über 600 Enzyme, Mineralisation von Knochen und Zähnen, Reizübertragung an Nervenzellen, Muskelkontraktion, beeinflusst Gefäßtonus, Herzrhythmus, Blutdruck und Knochenumsatz
  • Quellen: pflanzliche Lebensmittel wie Vollkornprodukte, Hülsenfrüchte, grünes Blattgemüse, Nüsse, Samen sowie Fisch und Meeresfrüchte. Wegen des hohen Verzehrs tragen auch Kartoffeln, Bananen und Milchprodukte zur Versorgung bei.
  • Tagesbedarf: Männer 350 mg, Frauen 300 mg
  • Besonderheit: Manche Medikamente wie Diuretika können einen Magnesiummangel begünstigen.
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