Kinder können bei intensiver Nutzung von KI-Chatbots in eine emotionale Abhängigkeit geraten. / © Getty Images/Westend61
Chatbots sind für viele Kinder und Jugendliche mittlerweile tägliche Begleiter. Sie unterstützen zum Beispiel bei den Hausaufgaben oder beim Lernen. Manchmal geht die Beziehung zwischen Kind und KI aber deutlich tiefer. Da wird der Chatbot zum Vertrauten, spendet Trost in schwierigen Lebenslagen, gibt Ratschläge, ohne zu urteilen, und ist einfach immer da. Aber: »Es ist wichtig, Kindern zu vermitteln: Hinter vermeintlicher Nähe steckt nur ein Programm. Echte Gefühle und der Austausch mit anderen Menschen sind nicht ersetzbar«, so Thorsten Schmiege, Präsident der für Flimmo hauptverantwortlichen Bayerischen Landeszentrale für neue Medien (BLM).
Problematisch wird die Freundschaft zwischen KI und Kind der Initiative zufolge dann, wenn Kinder erleben, dass Gespräche mit echten Menschen anstrengender sind als mit einem Chatbot. Es bestehe die Gefahr, dass sie die KI bevorzugen. Darunter können auf lange Sicht auch Kompetenzen wie Konfliktlösung, kritisches Denken und der Umgang mit anderen Meinungen leiden. Auch eine emotionale Abhängigkeit sei möglich, so die Experten von Flimmo.
Datenschutz und Sicherheit sind ebenfalls kritische Punkte: Persönliche Informationen, die Kinder und Jugendliche mit Chatbots teilen, können weitergegeben werden. Und: Im schlimmsten Fall geben KI-Chatbots problematische oder gefährliche Ratschläge — etwa im Zusammenhang mit Essstörungen und anderen psychischen Erkrankungen.
Der Safer Internet Day wird in Deutschland von der EU-Initiative Klicksafe koordiniert. 2026 soll es unter dem übergeordneten Motto »KI and me. In künstlicher Beziehung« um die Frage gehen, wie sich die zunehmende Nutzung von KI-Begleitern auf unser Miteinander und vor allem auf das Aufwachsen von Kindern und Jugendlichen auswirkt.
Was sollten Eltern mit Blick auf die KI-Nutzung ihrer Kinder beachten? »Flimmo« empfiehlt drei Ansatzpunkte: