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Was bei dauerhaftem Mundgeruch hilft

Mundgeruch nach Zwiebeln, Knoblauch oder Kaffee verschwindet meist nach einiger Zeit von selbst. Hält schlecht riechender Atem jedoch dauerhaft an, sprechen Fachleute von Halitosis. Die Ursache liegt häufig in der Mundhöhle und ist in der Regel gut behandelbar.
AutorKontaktCaroline Wendt
Datum 05.10.2026  08:00 Uhr

Ursachen

Häufig entstehen durch die bakterielle Zersetzung von Speiseresten flüchtige Schwefelverbindungen:

  • meist durch bakterielle Beläge auf der Zunge
  • durch schlechte Mundhygiene
  • bei Zahnfleischentzündung oder Parodontitis
  • durch Zahnfleischtaschen
  • durch fortgeschrittene Karies, mangelhafte Füllungen, Kronen und Brücken sowie ungepflegten Zahnersatz
  • durch trockenen Mund

Seltener liegen extraorale Ursachen zugrunde (siehe Facharzt aufsuchen).

Mundhygiene verbessern

  • regelmäßiges Zähneputzen
  • Zahnseide und/oder Interdentalbürsten (wie TePe®) verwenden
  • Zungenschaber verwenden
  • Kontrollbesuch beim Zahnarzt: fortgeschrittene Karies behandeln, undichte Füllungen sowie schlecht
  • gereinigte Kronen, Brücken und Prothesen überprüfen lassen

Professionell sauber

  • professionelle Zahnreinigung zur Entfernung harter und weicher bakterieller Beläge beugt Zahnfleischentzündungen und Parodontitis vor
  • Parodontitis behandeln und Zahnfleischtaschen reduzieren, um geruchsbildende Bakterien dauerhaft zu entfernen

Trockener Mund

Ein verminderter Speichelfluss begünstigt das Wachstum geruchsbildender Bakterien. Ein trockener Mund

  • betrifft viele ältere Patienten
  • tritt oft bei Rauchern, Diabetikern oder Menschen auf, die zu wenig trinken
  • ist Nebenwirkung zahlreicher Arzneimittel, etwa Anticholinergika, Antidepressiva, Antihistaminika oder Antihypertensiva

Zur Anregung der Speichelbildung helfen Kaugummikauen, eine ballaststoffreiche Ernährung mit viel Obst und Gemüse sowie feuchtigkeitsspendende Mundgele oder -sprays (zum Beispiel aldiamed Mundspray oder Gum® Hydral™ Feuchtigkeitsgel).

Mundwasser

  • ergänzend zu einer verbesserten Mundhygiene
  • antibakterielle Wirkstoffe besonders bei Entzündungen sinnvoll
  • Wirkstoffe, die Mundgeruch nachweislich reduzieren: Aminfluorid, Zinnfluorid, Zink, Chlorhexidin und Cetylpyridiniumchlorid
  • Kombinationen verschiedener Wirkstoffe wirken häufig synergistisch (wie in meridol® Zahnfleischschutz + frischer Atem, CB12® Mundspüllösung oder GUM® HaliControl Mundspülung)
  • Mundwasser mit Pfefferminz oder Eukalyptus überdecken Geruch meist nur kurzfristig
  • alkoholfreie Präparate häufig besser verträglich, insbesondere bei Mundtrockenheit

Achtung, Verfärbung

  • Chlorhexidin: aufgrund seiner antibakteriellen Wirkung Goldstandard bei bakteriell bedingten Entzündungen des Zahnfleischs (etwa in Chlorhexamed® Forte oder meridol® med CHX 0,2 %)
  • in Selbstmedikation maximal zwei Wochen anwenden
  • kann Zähne, Zunge und Prothesen verfärben, meist durch professionelle Zahnreinigung wieder entfernbar
  • Verfärbungen vorbeugen: Kaffee oder Tee im Anwendungszeitraum besser mit Milch trinken
  • kann vorübergehend das Geschmacksempfinden beeinträchtigen (reversibel)

Facharzt aufsuchen

  • wenn der Zahnarzt keine Ursache findet
  • Hals-Nasen-Ohren-Arzt kann Entzündung der Nasennebenhöhlen, Nasenpolypen, vergrößerte Rachenmandeln, Mandelsteine oder eine sogenannte Stinknase (nach Nasenspray-Abusus) ausschließen.
  • Hausarzt oder Internist kann andere Grunderkrankungen wie Diabetes mellitus oder Niereninsuffizienz abklären.
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