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Den Schmerz wegschmieren

Ob Rückenschmerzen, Zerrungen oder ein lädiertes Knie: Schmerzgele, -cremes und -salben gehören zu den Dauerbrennern in der Apotheke. Aber hilft das wirklich oder ist alles nur Placebo? Kleiner Spoiler: Die meisten Wirkstoffe kommen tatsächlich dort an, wo es wehtut.
AutorKontaktCaroline Wendt
Datum 30.07.2026  08:00 Uhr
Den Schmerz wegschmieren

Entzündungshemmer

  • bei Gelenk-, Muskel- und Sehnenschmerzen sowie stumpfen Sportverletzungen
  • enthalten nicht steroidale Antirheumatika (NSAR) wie Diclofenac (wie Voltaren® oder Diclo-ratiopharm® Schmerzgel), Ibuprofen (wie doc® Ibuprofen Schmerzgel oder Ibutop® Creme), Piroxicam (wie Piroxicam AL Gel), Felbinac (Thermacare® Schmerzgel) oder Flufenaminsäure (wie Mobilat® Intens)
  • wirken schmerzlindernd und entzündungshemmend
  • Wirkstoffe dringen durch die Haut in darunterliegende Gewebe ein
  • therapeutisch wirksame Konzentrationen in Muskulatur, Sehnen, Gelenkkapseln und Bändern
  • besonders geeignet bei entzündlich bedingten Beschwerden
  • leitliniengestützt beispielsweise bei Arthrose ; uneinheitliche Evidenz bei Kreuzschmerzen
  • je nach Präparat zwei- bis viermal täglich anwenden
  • der Umwelt zuliebe: Wirkstoffreste an den Händen zunächst mit einem Papiertuch entfernen, anschließend im Restmüll entsorgen; erst danach Hände waschen

Pflanzlich geht’s auch

  • Beinwellwurzel-Extrakt (wie Kytta® Schmerzsalbe, Traumaplant®): gute Evidenz bei Prellungen, Zerrungen, Muskel- und Rückenschmerzen; schmerzlindernde, entzündungshemmende und abschwellende Effekte
  • Arnikapräparate (wie Doc® Arnika Creme oder Retterspitz äußerlich): traditionell angewendet bei Blutergüssen, Prellungen und Muskelbeschwerden

Wärmetherapie

  • bei muskulären Beschwerden und Verspannungen
  • bei akuten unspezifischen Kreuzschmerzen als mögliche Therapieoption in Kombination mit Bewegung und Aktivierung (Nationale Versorgungsleitlinie Kreuzschmerz)
  • Capsaicin (wie in ABC® Wärme-Creme oder Kytta® Wärmecreme) und synthetische Capsaicinoide (wie Nonivamid) reizen Wärmerezeptoren
  • fördern die lokale Durchblutung und beeinflussen die Schmerzübertragung
  • Kombination aus Nonivamid und Nicoboxil (wie Finalgon® Wärmesalbe Duo) erweitern zusätzlich die Blutgefäße
  • Anwendung: dünn auftragen und leicht einmassieren
  • je nach Präparat ein- bis viermal täglich anwenden
  • anschließend Hände gründlich mit Wasser und Seife waschen
  • Kontakt mit Augen und Schleimhäuten vermeiden
  • Wärmewirkung meist drei bis sechs Stunden
  • bei zu starker Wärmewirkung mit Creme, Lotion oder Öl entfernen
  • heiße Bäder oder Duschen können die Wärmewirkung erneut verstärken (auch Tage danach)
  • bei empfindlicher Haut zusätzliche Wärmereize vermeiden
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