Einmal tief einatmen und schon ist der Wirkstoff genau dort, wo er gebraucht wird: in der Lunge. So einfach könnte es sein, gäbe es nicht zahlreiche Fehlerquellen. Gut, dass PTA hierüber aufklären, können.
Dosieraerosol (DA): Wirkstoff ist in einem unter Druck stehenden Behälter in Treibmittel gelöst oder suspendiert. Patient muss gleichzeitig Sprühstoß auslösen und einatmen.
Atemzuginduziertes Dosieraerosol (DA-atem): Sprühstoß wird automatisch durch den Atemzug ausgelöst (Autohaler®, Easy-Breath®).
Dosieraerosol mit Spacer (DA+S): Sprühstoß wird in den Spacer abgegeben, aus dem der Patient anschließend einatmet. Ein Spacer erleichtert die Hand-Atem-Koordination. Zudem gelangt mehr Wirkstoff in die Lunge und weniger in den Mund-Rachen-Raum. Reizungen durch das Treibgas können vermindert werden.
Pulverinhalator (PI): Der Wirkstoff liegt als Pulver vor (gegebenenfalls in Form von einzusetzenden Kapseln oder Blistern) und wird über die Einatmung inhaliert. Eine ausreichende Atemstromstärke ist Voraussetzung.
Sprühvernebler (SV): Erzeugt ohne Treibmittel oder elektrische Energie eine Sprühwolke (Respimat®). Der Wirkstoff befindet sich in einer Patrone.
Vorbereiten
bei suspendiertem Wirkstoff (etwa DA, DA-atem, DA+S) schütteln
Schutzkappe abnehmen
PI: gegebenenfalls Kapsel oder Blister einlegen
DA+S: Spacer aufsetzen
je nach Gerät Dosis bereitstellen (etwa laden, spannen oder Kapsel anstechen)
Richtig festhalten
DA, DA+S: Gerät zwischen Daumen und Mittelfinger halten, Mundstück zeigt nach unten
DA-atem: Lufteinlassöffnungen nicht mit den Fingern verdecken (Autohaler®: unten, Easy-Breath®: oben am Gerät), Mundstück zeigt nach unten
PI: je nach Hersteller senkrecht oder waagerecht halten, nicht schütteln
SV: waagerecht halten
Inhalieren
Kopf vom Gerät wegdrehen und vollständig ausatmen (insbesondere bei PI wichtig, da das Wirkstoffpulver sonst verklumpen kann).
Mundstück fest mit den Lippen umschließen.
Kopf aufrecht halten.
DA: Sprühstoß auslösen, gleichzeitig tief, langsam und lang einatmen
DA-atem: tief und langsam bis zur maximalen Inspiration einatmen; das Schnappgeräusch zeigt die atemzuggesteuerte Wirkstofffreigabe an.
DA+S: Sprühstoß in den Spacer auslösen und sofort langsam und möglichst tief einatmen (mindestens drei bis fünf Sekunden lang).
PI: Tief und zügig einatmen; entscheidend ist eine ausreichend hohe Atemstromstärke.
SV: Sprühstoß auslösen und gleichzeitig tief, langsam und lang einatmen, ohne die Luftschlitze an den Seiten des Mundstücks zu überdecken.
Für fünf bis zehn Sekunden Atem anhalten.
Ausatmen gegen Lippenbremse (nicht in das Gerät).
Gegebenenfalls kontrollieren, ob Kapsel oder Blister leer ist; Zählwerk kontrollieren.