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Inhalativa – gewusst wie

Einmal tief einatmen und schon ist der Wirkstoff genau dort, wo er gebraucht wird: in der Lunge. So einfach könnte es sein, gäbe es nicht zahlreiche Fehlerquellen. Gut, dass PTA hierüber aufklären, können.
AutorKontaktCaroline Wendt
Datum 02.11.2026  08:00 Uhr
Inhalativa – gewusst wie

Mögliche Folgen einer Fehlanwendung

  • mangelhafte Symptomkontrolle
  • häufigere Exazerbationen
  • vermehrte Krankenhausaufenthalte

Verschiedene Inhalationssysteme

  • Dosieraerosol (DA): Wirkstoff ist in einem unter Druck stehenden Behälter in Treibmittel gelöst oder suspendiert. Patient muss gleichzeitig Sprühstoß auslösen und einatmen.
  • Atemzuginduziertes Dosieraerosol (DA-atem): Sprühstoß wird automatisch durch den Atemzug ausgelöst (Autohaler®, Easy-Breath®).
  • Dosieraerosol mit Spacer (DA+S): Sprühstoß wird in den Spacer abgegeben, aus dem der Patient anschließend einatmet. Ein Spacer erleichtert die Hand-Atem-Koordination. Zudem gelangt mehr Wirkstoff in die Lunge und weniger in den Mund-Rachen-Raum. Reizungen durch das Treibgas können vermindert werden.
  • Pulverinhalator (PI): Der Wirkstoff liegt als Pulver vor (gegebenenfalls in Form von einzusetzenden Kapseln oder Blistern) und wird über die Einatmung inhaliert. Eine ausreichende Atemstromstärke ist Voraussetzung.
  • Sprühvernebler (SV): Erzeugt ohne Treibmittel oder elektrische Energie eine Sprühwolke (Respimat®). Der Wirkstoff befindet sich in einer Patrone.

Vorbereiten

  • bei suspendiertem Wirkstoff (etwa DA, DA-atem, DA+S) schütteln
  • Schutzkappe abnehmen
  • PI: gegebenenfalls Kapsel oder Blister einlegen
  • DA+S: Spacer aufsetzen
  • je nach Gerät Dosis bereitstellen (etwa laden, spannen oder Kapsel anstechen)

Richtig festhalten

  • DA, DA+S: Gerät zwischen Daumen und Mittelfinger halten, Mundstück zeigt nach unten
  • DA-atem: Lufteinlassöffnungen nicht mit den Fingern verdecken (Autohaler®: unten, Easy-Breath®: oben am Gerät), Mundstück zeigt nach unten
  • PI: je nach Hersteller senkrecht oder waagerecht halten, nicht schütteln
  • SV: waagerecht halten

Inhalieren

  • Kopf vom Gerät wegdrehen und vollständig ausatmen (insbesondere bei PI wichtig, da das Wirkstoffpulver sonst verklumpen kann).
  • Mundstück fest mit den Lippen umschließen.
  • Kopf aufrecht halten.
  • DA: Sprühstoß auslösen, gleichzeitig tief, langsam und lang einatmen
  • DA-atem: tief und langsam bis zur maximalen Inspiration einatmen; das Schnappgeräusch zeigt die atemzuggesteuerte Wirkstofffreigabe an.
  • DA+S: Sprühstoß in den Spacer auslösen und sofort langsam und möglichst tief einatmen (mindestens drei bis fünf Sekunden lang).
  • PI: Tief und zügig einatmen; entscheidend ist eine ausreichend hohe Atemstromstärke.
  • SV: Sprühstoß auslösen und gleichzeitig tief, langsam und lang einatmen, ohne die Luftschlitze an den Seiten des Mundstücks zu überdecken.
  • Für fünf bis zehn Sekunden Atem anhalten.
  • Ausatmen gegen Lippenbremse (nicht in das Gerät).
  • Gegebenenfalls kontrollieren, ob Kapsel oder Blister leer ist; Zählwerk kontrollieren.
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