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Rezepturvorschriften
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Was ist bei Clotrimazol-Rezepturen zu beachten?

Eigentlich erstaunlich: Mediziner verordnen viele Rezepturen mit dem Wirkstoff Clotrimazol, obwohl es unzählige Fertigpräparate auf dem Markt gibt. Aber je nach verordneter Wirkstoffkonzentration, der ausgewählten Grundlage oder durch den Zusatz von Glucocorticoiden steht mit der Individualrezeptur ein passgenaues Dermatikum zur Verfügung.
AutorKontaktIngrid Ewering
Datum 08.11.2022  08:30 Uhr

Konserviert mit Sorbinsäure

Achtung, die Rezeptur Nummer 3 ist ab Herstellungsdatum nur vier Wochen verwendbar. Bei den restlichen vier Rezepturen wird immer gereinigtes Wasser sowie Sorbinsäure zur Konservierung zugegeben. So verlängert sich die Aufbrauchfrist auf zwölf Wochen. Sorbinsäure ist aber in Wasser schwer löslich. Bei Wärme erhöht sich die Löslichkeit. Doch nicht nur energietechnische Gründe sprechen dagegen. Auch der Zeitaufwand ist erhöht. Und keinesfalls darf das Ergänzen des verdunsteten Wassers vergessen werden. Aus diesen Gründen setzt das NRF für alle Rezepturen das Paar ein Teil Kaliumsorbat plus zwei Teile wasserfeie Citronensäure ein. Achtung: Die wasserfreie Citronensäure immer am Ende des Herstellungsprozeses zugeben. Denn es passiert Folgendes: Die stärkere Säure verdrängt die schwächere aus deren Salz. Das bedeutet, dass durch diese Verdrängungsreaktion das Konservierungsmittel Sorbinsäure bereitgestellt wird.

Ein Vorteil der Ichthyol-Lotionen: Sie lassen sich leicht auf der pilzinfizierten Haut verteilen und kühlen sehr gut. Die Neigung zum Aufkratzen der Haut nimmt ab. Wichtig ist, dass auf dem Etikett den Vermerk »Vor Gebrauch schütteln« anzubringen ist, und auch bei der Abgabe sollte der Patient auf die Sedimentbildung hingewiesen werden. Als Primärpackmittel bietet sich eine Schüttelmixturflasche aus HDPE mit einem passendem Klappschanierverschluss an.

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