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Asthmaanfall durch Stress
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Was tun, wenn die Luft wegbleibt?

Stress wirkt sich nicht nur auf die Psyche, sondern auch auf den Körper aus – und kann zum Beispiel Asthmasymptome verschlimmern. Das führt schnell in einen Teufelskreis aus Stress und Beschwerden, der sich aus Sicht der Diplom-Psychologin Michaela Rünger jedoch durchbrechen lässt. Bei den Online-Allergietagen des Deutschen Allergie- und Asthmabunds erklärt sie, wie das außerhalb des Einsatzes von Medikamenten gelingen kann.
AutorKontaktKatja Egermeier
Datum 08.04.2025  10:00 Uhr
Selbstwirksamkeit und Selbstmanagement verbessern

Selbstwirksamkeit und Selbstmanagement verbessern

Vor allem auf die Selbstwirksamkeit kommt es Rünger an. Selbstwirksamkeit ist laut Definition die Überzeugung, dass schwierige Situationen aus eigener Kraft gemeistert werden können. Und diese lasse sich beispielsweise durch folgende Maßnahmen steigern:

  • Herausforderungen suchen und annehmen, dabei realistische Ziele setzen, um eine Überforderung zu vermeiden: Statt gleich einen Marathon zu planen, könnte ein erster Schritt ein zehnminütiger Dauerlauf sein.
  • Aus »Fehlern« lernen und Zwischenziele definieren: Wenn zehn Minuten zu viel sind, mit zwei Minuten beginnen und sich langsam steigern.
  • Erfahrungen und Erfolgserlebnisse sammeln: Durch Lob (von außen oder durch sich selbst) mehr Selbstvertrauen schaffen.
  • Techniken zur Entspannung und Stressbewältigung: Lippenbremse und atemerleichternde Stellungen erlernen.
  • Eigene Kompetenz aufbauen: Durch Schulungen und Weiterbildungen Wissen und Sicherheit erweitern.
  • Auf das soziale Umfeld stützen: Ermutigungen durch Freunde und Familie nutzen und gegebenenfalls Selbsthilfegruppen besuchen.

Auch das Selbstmanagement sei bei der Bewältigung chronischer Erkrankungen von großer Bedeutung, so Rünger weiter. Das beinhalte nicht nur die Fähigkeit, mit den Symptomen und der Behandlung umgehen zu können, sondern auch mit den körperlichen und psychosozialen Folgen und den Auswirkungen auf die Lebensführung.

Bei gutem Selbstmanagement übernimmt der Patient Verantwortung für die eigene Gesundheit, optimiert und erhält diese, reduziert Symptome und funktionelle Beeinträchtigungen, identifiziert und äußert seine Bedürfnisse, steckt sich persönliche Ziele, findet auch in Zusammenarbeit mit dem Arzt Strategien, um diese zu erreichen und arbeitet besser an der Therapie mit. Rünger: »Durch diese ganzen Maßnahmen steigert sich die Lebensqualität. Das ist das, was wir möchten: eine gute Lebensqualität mit wenigen Einschränkungen im Alltag.«

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