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Benzos und Z-Substanzen
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Weg vom Schlafmittel

Benzodiazepine und Z-Substanzen helfen gut bei Schlafstörungen, die Gefahr einer Abhängigkeit ist jedoch groß. Und das bereits schon nach relativ kurzer Zeit der Einnahme. Was ist also bei ihrer Anwendung zu beachten und was können alternative Substanzen leisten?
AutorKontaktElke Wolf
Datum 25.04.2024  08:00 Uhr

Mehr Nach- als Vorteile

Zurückhaltend äußerte sich Schmidtko auch bezüglich der Effektivität der sedierenden H1-Antihistaminika Diphenhydramin, Doxylamin und Hydroxyzin. »Es gibt keine hochwertigen randomisierten kontrollierten Studien, die die Wirksamkeit bezüglich Insomnie belegen. Antihistaminika haben einen allenfalls mäßigen Effekt nach deutlich verzögertem Wirkeintritt und können obendrein rasch – und zwar rascher als Benzodiazepine und Z/Substanzen – eine Toleranz entwickeln.«

Aufgrund der erwiesenen Verdopplung der Sturz- und Frakturrate bei über 65-Jährigen plädierte der Sachverständigenausschuss für Verschreibungspflicht, dessen Mitglied Schmidtko ist, vor vier Jahren dafür, Doxylamin und Diphenhydramin bei diesen Patienten der Verschreibungspflicht zu unterstellen. Der Apotheker bedauerte, dass dem nicht gefolgt wurde. Ein Argument dagegen wäre die in der Praxis nur schwer umsetzbare Kontrolle der Altersgrenze von 65 Jahren gewesen.

Unter dem Strich steht die Erkenntnis: »Es gibt keine gute Alternativen zu Benzodiazepinen oder Z-Substanzen.« Es bleibe also nur ein schrittweises Absetzen und eine kognitive Verhaltenstherapie als Behandlungsoption, um die Patienten aus der Sucht herauszuführen.

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