Bei schwer heilenden oder chronischen Wunden kommen moderne Wundauflagen zum Einsatz. / © Getty Images/Artfully79
Chronische Wunden heilten besser, wenn sie nicht austrocknen, betont die AK Niedersachsen in einer Pressemitteilung. Ein leicht feuchtes Wundmilieu unterstütze die Neubildung von Hautzellen und verhindere, dass eine harte Kruste entsteht, denn diese kann den Heilungsprozess behindern. Wundflüssigkeit muss zudem kontrolliert aufgenommen werden, denn zu viel Flüssigkeit weicht die Haut um die Wunde herum auf.
Bei trockenen oder belegten Wunden kommen laut der AK Niedersachsen Hydrogele zum Einsatz. Sie spenden Feuchtigkeit, weichen Beläge auf und unterstützen die natürliche Wundreinigung. Hydrokolloidverbände eignen sich bei schwach bis mäßig nässenden, nicht infizierten Wunden. Sie bilden ein gelartiges Milieu, halten die Wunde feucht und schützen vor äußeren Einflüssen.
Schaumverbände aus Polyurethan empfiehlt die AK bei nässenden Wunden. Sie polstern, nehmen Wundflüssigkeit auf, sind atmungsaktiv und schützen vor äußeren Reizen. Die Verbände können auch längere Zeit auf Wunden verbleiben, tägliche Verbandswechsel sind bei nicht infizierten Wunden nicht nötig. Bei stark nässenden Wunden sind mitunter Alginat- und Hydrofaserauflagen sinnvoll. Sie nehmen viel Flüssigkeit auf und bilden ein Gel, das die Wunde feucht hält. Wundauflagen mit Superabsorberpulver arbeiten ähnlich wie Windeln: Sie absorbieren viel Flüssigkeit und bilden ein Hydrogel. Wunddistanzgitter oder silikonbeschichtete Wundkontaktlagen verhindern, dass der Verband mit der Wunde verklebt. Bei stark riechenden Wunden verbesserten Aktivkohleauflagen die Lebensqualität, so die AK.