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Wann wird es gefährlich?
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Wenn das Herz rast, stolpert oder aussetzt

Wenn das Herz aus dem Takt gerät, fühlt sich das für Betroffene oft sehr bedrohlich an. Die Symptome können nach Infektionen beginnen oder scheinbar aus dem Nichts heraus. In den meisten Fällen können Kardiologen Entwarnung geben, mitunter droht jedoch auch Gefahr.
AutorKontaktCarina Steyer
Datum 09.01.2025  08:30 Uhr

Kaliumreich ernähren

Im Gegensatz zum Herzrasen ist ein zu langsamer Herzschlag, der in Ruhe weniger als 40 bis 50 Schläge pro Minute aufweist, nicht direkt spürbar. Mit Ausnahme von hochtrainierten Leistungssportlern geht er bei vielen Betroffenen aber mit unangenehmen Beschwerden einher. Dazu zählen Schwindel, Übelkeit, Schweißausbrüche, Müdigkeit, Benommenheit, Leistungsschwäche und Sehstörungen, die abklärungs- und meist auch behandlungsbedürftig sind. Kann keine Ursache für den langsamen Herzschlag gefunden werden, kann bei hohem Leidensdruck der Betroffenen das Einsetzen eines Herzschrittmachers erwogen werden. 

Deutlich spürbar wird das Herz wieder, wenn es plötzlich stolpert oder gefühlt aussetzt. Hierbei handelt es sich um Extraschläge des Herzens, die etwas früher als der normale Herzschlag einsetzen. Kardiologen sprechen von Extrasystolen, die einzeln, als Doppelschlag oder in Salven auftreten können. Extrasystolen treten bevorzugt in Ruhe auf und wirken damit auf Betroffene besonders bedrohlich. Die Ursache für die Symptome in Ruhe ist jedoch harmlos. Verantwortlich ist der langsamere Herzschlag, der Extrasystolen leichter zulässt als ein schneller Herzschlag. Zudem werden körperliche Vorgänge in Ruhe besser wahrgenommen. 

Treten Extrasystolen ohne weitere Beschwerden auf, sind sie in der Regel kein Grund zur Sorge. Zu den häufigsten Auslösern zählen starke Emotionen wie Aufregung, Angst und Freude sowie die kurzfristige Verschiebung der Elektrolyte nach dem Sport, Saunieren oder dem Konsum von Kaffee, Alkohol oder Nikotin. Die Behandlung besteht dementsprechend aus dem Vermeiden der Auslöser oder dem Ausgleich der Elektrolyte.

Insbesondere Kalium ist für einen stabilen Herzrhythmus unerlässlich und kann gezielt über die Ernährung aufgenommen werden. So gelten Aprikosen, Bananen, Karotten, Avocados und Tomaten ebenso wie Haselnüsse, Cashewkerne, Erdnüsse und Mandeln als kaliumreich. Lässt sich über die Ernährung keine Verbesserung erreichen, ist nach ärztlicher Absprache auch die Substitution von Kalium möglich. Es wird täglich oder bei Bedarf eingenommen. Bei stressabhängigen Beschwerden kann ein niedrig dosierter Betablocker hilfreich sein. 

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