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Meniskus
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Wenn das Knie zwickt

Menisken sind kleine halbmondförmige Scheiben aus Knorpel, die außen und innen am Kniegelenk sitzen. Verschleißt ein Meniskus oder reißt ein, kann er sich verklemmen – das umliegende Gewebe entzündet sich, die einfachsten Bewegungen schmerzen. Eine OP, bei der der Meniskus genäht oder teilweise entfernt wird, schafft Linderung. Doch häufig kehren die Beschwerden zurück. Woran liegt das und was können Betroffene tun?
AutorKontaktdpa
Datum 13.05.2024  10:00 Uhr

Letzter Ausweg: Gelenkersatz

Eine weitere Option sind Transplantationen: »Das sind eigentlich absolute Notlösungen, die man bei einem Totalverlust des Meniskus und bei sehr jungen Patienten ohne weitere Schäden erwägen kann«, sagt Matthias Hansen. Zum einen kommen hier Collagen-Meniskus-Implantate zum Einsatz, zum anderen gereinigte und behandelte Organspenden von Verstorbenen.

Beide Varianten kranken jedoch an einer entscheidenden Stelle, wie Matthias Hansen erklärt: »Da der Meniskus keine eigene Blutversorgung hat, wird auch die fremde Materie nicht durchblutet und wächst nicht unbedingt mit dem bereits vorhandenen Gewebe zusammen.«

Wenn alle Versuche scheitern, die Schmerzen also bleiben, bleibt oft nur noch eines: der Teil- oder Voll-Gelenkersatz. Allerdings greift kein Arzt leichtfertig zu diesen Prothesen, denn auch sie haben eine begrenzte Lebensdauer, die von vielen Faktoren abhängt. Grund genug, dem inneren Schweinehund zum Trotz, doch rechtzeitig mit den passenden Übungen anzufangen.

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