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Kälteurtikaria
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Wenn der Winter krank macht

Wenn beim winterlichen Spaziergang die Haut mit Quaddeln und Juckreiz reagiert, könnte eine Kälteurtikaria die Ursache sein. Die Sonderform der Nesselsucht kann Betroffene stark einschränken, lässt sich aber meist gut behandeln. Die wichtigsten Fragen und Antworten zum Thema.
AutorKontaktBarbara Döring
Datum 19.01.2026  08:00 Uhr

Was ist eine Kälteurtikaria?

Die Kälteurtikaria ist eine Unterform der Urtikaria, auch Nesselsucht genannt, die durch juckende Quaddeln auf der Haut gekennzeichnet ist. Diese treten lokal begrenzt auf oder betreffen auch den gesamten Körper und können von Rötung und Juckreiz begleitet sein. Manchmal entstehen zusätzlich tieferliegende Hautschwellungen (Angioödeme).

Die Symptome entstehen, wenn die Haut mit Kälte in Kontakt kommt. Typische Auslöser sind neben kaltem Wasser kalte Luft oder kalte Gegenstände. Auch der Verzehr kalter Speisen kann eine Kälteurtikaria auslösen.

Handelt es sich um eine Allergie?

Umgangssprachlich ist bei der Kälteurtikaria auch von einer Kälteallergie die Rede, da die Symptome ähnlich sind. Während der Körper bei einer Allergie jedoch Antikörper bildet, die sich gegen Allergene wenden, passiert dies bei der Kälteurtikaria nicht.

Kälte oder Wärme sind für den Körper keine Fremdstoffe, sondern physikalische Reize. Vermutlich reagiert das Immunsystem bei der Kälteurtikaria auf Autoallergene, die durch Kälte aktiviert werden. Eine »klassische« Allergie ist die Kälteurtikaria nicht.

Ist eine Kälteurtikaria häufig?

In Deutschland sind laut Deutscher Haut- und Allergiehilfe rund 60.000 Menschen von einer Kälteurtikaria betroffen. Frauen, vor allem jüngere, haben laut Studien geringfügig häufiger damit zu tun.

Was sind die wichtigsten Auslöser?

Patienten berichten, dass es vor allem beim Aufenthalt in kalter Luft, besonders wenn es windig oder die Luftfeuchtigkeit hoch ist, und beim Kontakt mit kaltem Wasser, etwa beim Schwimmen oder Duschen, zu Symptomen kommt. Auch kalte Gegenstände wie Eisbeutel oder Speisen wie Tiefkühlprodukte oder Speiseeis können zu Hautreaktionen führen. Für Betroffene ist es nicht absehbar, wann genau sie mit einer Reaktion rechnen müssen.

Ab welcher Temperatur Beschwerden auftreten, ist von Patient zu Patient unterschiedlich. In manchen Fällen muss die Haut auf 4 °C abkühlen, damit es zu Symptomen kommt, bei anderen reichen schon Temperaturen von 20 oder sogar 30 °C aus.

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