PTA-Forum online Avoxa
instagram facebook

Covid-19 und Influenza
-
Wer sollte sich impfen lassen?

Im Herbst und Winter beginnt die Saison der Atemwegsinfektionen. Impfungen stellen eine wirksame Maßnahme dar, um schwere Verläufe, zum Beispiel von Covid-19 oder Influenza, zu verhindern. Was empfiehlt die STIKO?
AutorKontaktJuliane Brüggen
Datum 30.09.2026  10:00 Uhr
Influenza-Impfung im Herbst und Winter

Influenza-Impfung im Herbst und Winter

Grippeimpfungen sollten laut RKI jährlich vorzugsweise ab Oktober bis Mitte Dezember durchgeführt werden – eine versäumte Impfung kann aber auch später noch sinnvoll sein. Ihren Gipfel erreicht die Grippewelle meist nach Ende des Jahres. Bis ein Impfschutz aufgebaut ist, vergehen oftmals zehn bis 14 Tage.

Die Influenza-Impfstoffe werden jährlich an die zu erwartenden zirkulierenden Varianten angepasst. Bei einem Alter ab 60 Jahren empfiehlt die STIKO, einen inaktivierten Hochdosis- oder MF-59-adjuvantierten Influenza-Impfstoff zu verwenden – ansonsten sind inaktivierte Influenza-Impfstoffe Standard. Bei Kindern und Jugendlichen im Alter von zwei bis 17 Jahren ist außerdem die Impfung mit einem attenuierten Influenza-Lebendimpfstoff (als Nasenspray) möglich, wenn keine Kontraindikation besteht.

Die STIKO empfiehlt die Influenza-Impfung als Standardimpfung allen Personen ab 60 Jahren sowie folgenden Gruppen:

  • Schwangere ab dem 2. Trimenon sowie Schwangere ab dem 1. Trimenon, wenn eine gesundheitliche Gefährdung infolge eines Grundleidens vorliegt
  • Personen ab einem Alter von sechs Monaten mit erhöhter gesundheitlicher Gefährdung infolge eines Grundleidens, zum Beispiel bei chronischen Erkrankungen der Atmungsorgane (wie Asthma, COPD), chronischen Herz-Kreislauf-, Leber- oder Nierenkrankheiten, Diabetes mellitus oder einer anderen Stoffwechselkrankheit, Adipositas, chronischen neurologischen Erkrankungen (wie Multiple Sklerose), einem eingeschränkten Immunsystem (angeboren oder erworben) oder HIV-Infektion
  • Menschen, die in Pflegeeinrichtungen wohnen
  • Personen, die im selben Haushalt lebende oder von ihnen betreute Risikopersonen infizieren könnten
  • Personen, die im privaten Umfeld häufigen, regelmäßigen und direkten Kontakt zu bestimmten Tieren, zum Beispiel Schweinen, Geflügel sowie Wildvögeln und Robben, haben

Im beruflichen Kontext sollten Personen sich impfen lassen, wenn eine erhöhte Gefährdung besteht. Das betrifft zum Beispiel medizinisches Personal und Personen, die in Einrichtungen mit umfangreichem Publikumsverkehr arbeiten, außerdem Betreuende von Risikopersonen. Auch Menschen, die beispielsweise in Nutztierhaltungen, Zoos, Tierparks, Auffangstationen, Tierarztpraxen oder Schlachthöfen arbeiten und häufigen, regelmäßigen und direkten Kontakt zu den oben genannten Tieren haben, sollten sich ebenfalls impfen lassen.

Das RKI weist nicht zuletzt darauf hin, dass auch Personen, die nicht von den STIKO-Empfehlungen erfasst sind, sich gegen Influenza impfen lassen können.

Bei bestehender Indikation kann die Influenza-Impfung in der Regel gleichzeitig mit anderen Totimpfstoffen wie der Covid-19- oder Pneumokokken-Impfung gegeben werden; Gleiches gilt auch für den proteinbasierten RSV-Impfstoff. Die Impfungen sollten dann an unterschiedlichen Gliedmaßen erfolgen. Zur gleichzeitigen Gabe mit dem mRNA-RSV-Impfstoff liegen bislang keine Daten vor. 

TEILEN
Datenschutz
Mehr von Avoxa