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Alles in Ordnung?
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Wie Aufräumen und Psyche zusammenhängen

Einige Menschen finden ein wenig Durcheinander lebendig, andere können in einer unsortierten Umgebung keinen klaren Gedanken fassen. So findet man mit einfachen Tricks die Balance.
Datum 20.08.2024  16:00 Uhr

Ordnung ist für viele Menschen mehr als nur ein ästhetisches Bedürfnis. Sie kann auch einen bedeutenden Einfluss auf das innere Wohlbefinden haben.

Darauf weisen die Experten der Oberberg Kliniken für Psychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie hin. Sie erklären, welche Rolle Ordnung für die Psyche spielt, wie wir in einem geordneten Umfeld Ruhe und Klarheit finden und wann der Drang nach Ordnung in eine zwanghafte Richtung abgleitet.

Ordnung schafft innere Ruhe

Aufräumen kann ein Mittel sein, um innere Unruhe zu bekämpfen. Wer sich innerlich durcheinander fühlt, greift oft intuitiv zum Putzlappen oder beginnt, den Schreibtisch aufzuräumen. »Dieser äußere Ordnungsprozess kann dazu beitragen, die Gedanken zu sortieren und ein Gefühl von Struktur und Übersichtlichkeit zu schaffen«, so die Fachleute. Gerade in Phasen von Unsicherheit könne das Schaffen von Ordnung eine Art meditativer Prozess sein, der hilft, die Kontrolle über die eigenen Gedanken und Gefühle zurückzugewinnen.

Konfliktpotenzial in der Beziehung

In Partnerschaften kann das Thema Ordnung zu Konflikten führen. Oft stehen hinter Streitigkeiten über liegengebliebene Socken oder die unaufgeräumte Küche allerdings tiefere Probleme wie eine unausgeglichene Aufgabenverteilung oder unterschiedliche Erwartungen: »Wenn das Ordnungsbedürfnis eines Partners ständig zu Reibungen führt, lohnt es sich, die zugrundeliegenden Konflikte genauer zu betrachten«, raten die Expertinnen und Experten der Oberberg Kliniken. Ihr Tipp: Statt Vorwürfe zu machen, könne es hilfreich sein, klare Bedürfnisse zu formulieren und Kompromisse zu finden.

Kreativität und Chaos: ein Balanceakt

Das Bild des »chaotischen Genies« ist verbreitet – aber nicht immer zutreffend. In der Tat könne ein gewisses Maß an Unordnung zwar kreativitätsfördernd wirken, so die Fachleute. Doch wenn das Chaos überhandnimmt und den Alltag dominiert, könne es schnell das Gegenteil bewirken und zu einem Gefühl des Stillstands führen.

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