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Arzt-Patienten-Kommunikation
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Wie gute Gespräche den Behandlungserfolg verbessern

Zwei Stunden im Wartezimmer, nur zwei Minuten beim Arzt: Menschen haben nach einem Arztbesuch oft das Gefühl, ihre Sorgen gar nicht richtig losgeworden zu sein. Mangel an Gespräch kann aber schaden.
AutorKontaktdpa
Datum 12.10.2026  15:00 Uhr

Schwere Diagnosen: Wie Ärzte die Wahrheit sagen und Hoffnung vermitteln

Die Kommunikation bei schweren Diagnosen erfordere besonderes Feingefühl. »Als ob dies nicht schon Herausforderung genug wäre, muss man dabei zwei Verpflichtungen erfüllen, die sich scheinbar gegenseitig ausschließen: die Wahrheit zu sagen und die Hoffnung der Patienten zu stärken.«

In Kliniken haben dafür Pflegekräfte viel Potenzial, erklärt Benson. Sie verbrächten meist viel mehr Zeit als das Ärzteteam beim Patienten, über mehrere Tage hinweg – entsprechend groß sei ihr möglicher positiver Einfluss. Oft bekämen sie auch wesentlich mehr anvertraut, was wiederum entscheidend für den Behandlungserfolg sein könne.

Im Alltag sei die Umsetzung allerdings nicht immer einfach: Der Fachkräftemangel sorge für knapper werdende personelle Ressourcen, zudem träfen oft unterschiedliche Generationen und Menschen mit verschiedenen sprachlichen und kulturellen Hintergründen aufeinander, sagt Kölfen.

Prinzipiell sieht Benson das Gesundheitssystem aber auf gutem Weg. Kommunikation werde an den medizinischen Fakultäten in Deutschland überall und flächendeckend unterrichtet, zahlreiche Fakultäten thematisierten Placebos und Nocebos. »Das Bewusstsein dafür, dass Kommunikation eine zentrale Rolle spielt und große Effekte hat, wird immer größer.«

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