| Isabel Weinert |
| 12.02.2026 08:00 Uhr |
Das Hormon gelangt entweder in Form eines Gels oder als intramuskuläre Injektion in den Mann. Bei Gelen müssen Männer wissen, dass Wirkstoff von der Haut des Mannes über Hautkontakt auf andere Menschen und sogar auf das ungeborene Leben im Körper der Frau übergehen kann. Das ist nicht etwa egal, sondern kann zur Vermännlichung derjenigen führen, die Ausversehen Testosteron abbekommen. Umso wichtiger, Patienten darauf hinzuweisen, dass sie immer nach der Verwendung des Gels gründlich die Hände mit Seife waschen und das eingecremte Hautareal immer mit Kleidung bedecken sollen, sobald das Gel vollständig getrocknet ist.
Damit behandelnde Ärzte wissen, ob die Dosis für den Patienten stimmt, entnehmen sie am besten zwei bis vier Stunden nach Anwendung des Gels den Wert im Blut. Vorab sollte der Mann die Stelle der Blutentnahme gründlich mit Wasser und Seife waschen, damit nicht versehentlich dorthin geratenes Gel den Blutwert verfälscht.
Kontraindiziert ist eine TRT, wenn ein Mann bereits Prostatakrebs hatte, weil das Hormon erneut ein Krebswachstum stimulieren könnte. Auch Männer mit Kinderwunsch und Hypogonadismus sollten sich die Therapie gut überlegen, denn die Testosteronzufuhr von außen verringert die Spermienproduktion noch zusätzlich.