| Caroline Wendt |
| 12.11.2024 08:00 Uhr |
Patientinnen mit zyklusabhängiger Migräne können dieselben Schmerzmittel einnehmen wie sie bei hormonunabhängiger Migräne üblich sind. Da die Attacken in der Regel besonders lange andauern, empfiehlt die Kieler Schmerzklinik, langwirksame Präparate wie Naproxen, Naratriptan oder Frovatriptan. Ist das Ansprechen auf diese Therapie unzureichend, kann in ärztlicher Absprache eine sogenannte Kurzzeitprophylaxe durchgeführt werden. Hier nehmen die Patientinnen zwei Tage vor der erwarteten Migräneattacke Naproxen oder Triptane für fünf bis sieben Tage ein.
Haben Frauen auch zu anderen Zeitpunkten im Zyklus Schmerzen, können sie diese Methode nicht nutzen. Sie würden sonst zu häufig zu Schmerzmitteln greifen und die Grenzschwelle für Analgetika von zehn Tagen im Monat schnell überschreiten. Durch Schmerzmittel bedingte Kopfschmerzen könnten die Folge sein.