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Folgen neuer Diagnosekriterien
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Adipositas bei normalem BMI?

Im Jahr 2025 schlugen Expertinnen und Experten vor, neben dem Body-Mass-Index (BMI) weitere Kriterien zur Diagnose von Adipositas einzubeziehen. Eine Studie hat nun untersucht, wie sich die neue Definition auswirken würde.
AutorKontaktPZ
Datum 08.07.2026  12:00 Uhr
Ein Viertel derjenigen mit normalem BMI ist adipös

Ein Viertel derjenigen mit normalem BMI ist adipös

Anschließend schauten die Forschenden, wie hoch in den einzelnen Kategorien der Anteil der Personen war, die die neue Definition einer klinischen Adipositas erfüllten. Dies war unter den Teilnehmenden mit einem »normalen« BMI bei 26,1 Prozent der Fall und unter denjenigen mit »übergewichtigem« BMI bei 50,3 Prozent.

Aus Sicht der Forschenden untermauern die Ergebnisse die Schwächen des BMI als alleiniges Kriterium zur Definition der Adipositas. Diese sind allerdings hinlänglich bekannt – und waren ja auch ein Grund dafür, dass die »Lancet«-Kommission die neuen Definitionen erarbeitete.

Es kommt daher nun darauf an, was aus dieser Information gemacht wird. Richtigerweise empfehlen die Autoren, in künftigen Studien zu untersuchen, ob sich bei Anwendung der neuen Kriterien – und entsprechenden therapeutischen Konsequenzen – tatsächlich die Outcomes von Betroffenen verbessern oder ob nicht vielmehr Überdiagnosen und Überbehandlungen mögliche Folgen sind.

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